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Optionen für Cloud-DR: Public Cloud vs. nutzerspezifisch

Disaster Recovery aus der Cloud und eine kundenspezifische Cloud für DR-Zwecke sind zwei Optionen, die sorgfältig und individuell gegeneinander abgewogen sollten.

Die Verfügbarkeit von Public Clouds wie AWS, Azure, IBM Cloud oder Rackspace hat das professionelle Disaster Recovery (DR) im Stil großer Unternehmen in die Reichweite von Organisationen jeder Größe gerückt. Aber nur weil bekannte Firmen DR-Fähigkeiten anbieten, bedeutet das nicht, dass andere DR-Optionen es nicht wert wären, erwogen zu werden.

Im Allgemeinen sehen die meisten Unternehmen in der Cloud die beste Möglichkeit, Effizienz, Flexibilität und Kosteneffizienz zu realisieren, besonders, wenn es um DR geht. Die Public Cloud ist unzweifelhaft attraktiv, weil sie alle Funktionen und Komponenten rund um DR anbietet. Aber individuell gebaute Clouds für die spezifischen Bedürfnisse einer Organisation haben auch ihren Reiz.

Worin bestehen nun die Unterschiede zwischen beiden Varianten?

Im Folgenden geht es um eine relativ allgemeine Betrachtungsebene. Daher können sich andere Erwägungen und Diskrepanzen zu diesen Überlegungen ergeben, wenn man sich spezielle Cloud-DR-Optionen auf dem Markt ansieht.

Insbesondere sind drei wichtige Aspekte der Cloud-DR zu berücksichtigen:

Flexibilität

Im Allgemeinen haben die Public-Cloud-Provider Angebote mit einem gewissen Umfang an Optionen definiert. AWS beispielsweise hat Cloud-basiertes Backup, Replikations-basiertes warmes Standby und sogar Lastausgleich zwischen On-Premise und AWS im Programm. Jedes dieser Angebote besitzt eigene Optionen. Doch bei alledem bleibt die Auswahl auf den Kontext der AWS-Angebote beschränkt. Kundenspezifisch entwickelte Clouds für Disaster Recovery sind häufig unbegrenzt flexibel, da sie genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden zugeschnitten werden.

Unterstützung

Eines der wichtigsten Argumente für die Public Cloud als DR-Option ist die Vorstellung, der Service funktioniere so einfach, dass man nur das Handbuch lesen muss, um ihn einsetzen zu können. Natürlich weiß inzwischen jeder, dass das nicht stimmt. Aber wenigstens die bekanntesten DR-Angebote von Public-Cloud-Providern versuchen in dieser Richtung zu arbeiten. Das heißt: Wer seine DR in der Public Cloud betreibt, ist mehr oder weniger auf sich selbst gestellt. Es gibt zwar auch Service Provider, die sich auf DR in der Public Cloud spezialisiert haben und zu helfen bereit sind. Im Allgemeinen aber bieten Public Cloud Provider ihren Kunden wenig Hilfe an.

Eines der wichtigsten Argumente für die Public Cloud als DR-Option ist die Vorstellung, der Service funktioniere so einfach, dass man nur das Handbuch lesen muss, um ihn einsetzen zu können.

Ganz das Gegenteil gilt für kundenspezifische Clouds. Der Provider, der dabei hilft, die kundenspezifische Cloud aufzubauen, versucht die Kunden so viel – oder so wenig – zu unterstützen wie sie es während eines DR-Szenarios wünschen. Alles hängt hier von der Auswahl und dem Budget ab.

Kosten

Wie bei allen Produkten und Services ist die Standardversion billiger, weil sie massenweise erstellt wird. Kundenspezifische Angebote sind grundsätzlich teurer, wie es zeitaufwändiger ist, sie zu erstellen. Es ist klar, was das bedeutet: Die Public-Cloud-Variante kostet in der Regel anfangs weniger als eine für den Kunden gebaute Cloud. Allerdings ist es wichtig, die Kosten der Public Cloud richtig zu berechnen. Denn Dinge wie die Gebühren für das Herunterladen von Daten bei der DR sind häufig nicht offensichtlich, wenn man sich für einen entsprechenden Service entscheidet. Mit der Zeit kann eine kundenspezifische Cloud sogar zu Einsparungen führen.

Die richtige Cloud auswählen

Es gibt nicht nur eine richtige Antwort, wenn es um die Wahl zwischen diesen beiden Möglichkeiten für die Cloud-DR geht. Tatsächlich ist keine von ihnen schlecht. In Wirklichkeit muss man wie bei jeder anderen Komponente von DR mit den Geschäftszielen beginnen, die DR-Anforderungen definieren und dann evaluieren, welches Angebot diesen Bedürfnissen am besten entspricht.

Next Steps

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This was last published in April 2019

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