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Sieben Gründe, warum Outsourcing für Sie nicht funktioniert

Viele Organisationen haben immer noch Schwierigkeiten, ihre Softwareentwicklung produktiv auszulagern. Dabei muss man nur wenige Punkte beachten.

Software-Outsourcing ist für viele Unternehmen eine erfolgreiche Strategie. Outsourcing bietet die Flexibilität, jede Art von IT-Spezialisten zu einem vernünftigen Preis und ohne Aufwand zu beschäftigen. Kein Wunder, dass die Mehrheit der Einkäufer den Umfang ihrer Outsourcing-Bemühungen erhöhen möchte.

Bei falscher Implementierung kann es jedoch zu einer Reihe von Fehlern und unerfüllten Erwartungen kommen. Warum hat Software-Outsourcing für Sie nicht funktioniert? Und wie lassen sich die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns reduzieren und maximale Vorteile erzielen?

Im Folgenden werden sieben häufige Probleme vorgestellt und passende Lösungen vorgeschlagen.

1. Sie haben die falschen Outsourcing-Anbieter ausgewählt

Stellen Sie sicher, dass der Fokus Ihres Anbieters auf Wertschöpfung liegt: Der Anbieter sollte ausreichend Fragen zu Ihrem Unternehmen, Produkt und ihren aktuellen Entwicklungsprozessen stellen, sowie die Projektanforderungen gründlich analysieren.

Evaluieren Sie die Erfahrung des Anbieters: Sehen Sie sich die Online-Bewertungen von Kunden an und prüfen Sie, ob Ihr potenzieller Partner Fachkenntnisse in von Ihnen verwendeten Technologien und Tätigkeitsbereichen aufweist. Stellen Sie sicher, dass Ihr Outsourcing-Anbieter einem durchdachten Rekrutierungsprozess folgt und Alleinstellungsmerkmale bietet, um die richtigen Talente anzuziehen.

Beteiligen Sie sich am Auswahlprozess der Kandidaten: Bewerten Sie die Soft- und Hard-Skills der Kandidaten und wählen Sie Spezialisten aus, die zu Ihren Projektanforderungen und Unternehmenswerten passen.

2. Sie haben Teamintegration und Onboarding nicht berücksichtigt

Erleichtern Sie die Integration zwischen geografisch verteilten Teams: Durchdenken Sie die ersten Phasen der Partnerschaft und bereiten Sie einführende Materialien über das Produkt, den Prozess, den Technologie-Stack und die Rollen aller Projektteilnehmer vor. Beschreiben Sie Ihre Projektvision und erläutern Sie Ihre Ziele, um sicherzustellen, dass Sie und Ihr Team die gleichen Ziele haben.

Kommunizieren Sie proaktiv mit Ihrem Outsourcing-Dienstleister: Vereinbaren Sie tägliche Anrufe, wöchentliche Scrum-Retrospektiven und mindestens eine Geschäftsreise (für ein oder zwei Monate) zu sich für Ihre externen Entwickler, damit sie sich als integraler Bestandteil Ihres Unternehmens fühlen.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Anbieter eine gut durchdachte Onboarding-Strategie hat: Überzeugen Sie sich, dass Ihrem Outsourcing-Partner Onboarding, die Beibehaltung Ihrer Belegschaft und die Stabilität Ihrer externen Entwickler am Herzen liegt. Ihr Ziel hingegen sollte es sein, die Infrastruktur vorzubereiten und alle Rollen und Verantwortlichkeiten zu definieren und den richtigen Personen zuzuweisen.

3. Sie haben nicht genügend Ressourcen für das Management des Teams eingeteilt

Der Erfolg Ihrer Outsourcing-Aktivitäten hängt stark von der Leitung und der Organisation Ihres eigenen Teams ab. Daher müssen Sie ausreichend Ressourcen für Experten einplanen, die eine entscheidende Rolle bei der Organisation von Teamarbeit spielen:

Product Owner: Schließt die Lücke zwischen Ihnen und Ihren entfernten Entwicklern. Der Product Owner stellt sicher, dass die Unternehmensziele klar kommuniziert und mit den besten Lösungen erreicht werden. Die Rolle des Product Owners sollte einer separaten Person zugewiesen werden, die Vollzeit zur Verfügung steht, um Fragen des Kunden oder der Stakeholder zu beantworten.

Softwarearchitekt: Ist der Mentor und Technologieexperte Ihres Projekts. Ein Architekt ist für den technischen Erfolg Ihres Teams verantwortlich und stellt sicher, dass das Team der Produktarchitektur folgt.

HR-/Client-Manager: Diese sind verantwortlich für die Zufriedenheit Ihrer externen Spezialisten und den Umgang mit Menschen. Sie sind der Eskalationspunkt für Beschwerden und Vorschläge, um eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Entwicklerteam sicherzustellen.

4. Sie haben kulturelle Differenzen und Zeitzonen nicht berücksichtigt

Evaluieren Sie unterschiedliche Zeitzonen: Wählen Sie Zielländer für Outsourcing, in denen sich die Zeitzone mindestens ein bis zwei Stunden mit Ihrer überschneidet. So bleiben Ihr internes und externen Team synchron, Sie können Probleme besprechen und Fortschritte verfolgen.

Durchdenken Sie den Entwicklungsprozess: Planen Sie alle Aufgaben im Voraus und klären Sie die Details jeder Anforderung. Auf diese Weise erfährt Ihr erweitertes Team keine Ausfallzeiten aufgrund von Zeitunterschieden oder unklaren KPIs.

Wählen Sie die Länder mit ähnlicher Mentalität: Berücksichtigen Sie nur IT-Dienstleister mit einer ähnlichen Denkweise und Unternehmenskultur. Asiatische Outsourcing-Anbieter haben zum Beispiel eine andere Mentalität und Art, Geschäfte zu machen als Unternehmen aus den USA oder Europa. Das kann zu einer Reihe von Missverständnissen führen, die die Softwarequalität beeinträchtigen.

5. Es gab keine verantwortliche Ansprechperson bei Ihrem Outsourcing-Anbieter

Es ist entscheidend, eine verantwortliche Kontaktperson beim Outsourcing-Dienstleister zu haben, die die Qualität der Dienstleistung kontrolliert. In großen Teams mit zehn oder mehr Personen wird diese Rolle einem Delivery-Manager oder Standortleiter zugewiesen. Dieser Manager konzentriert sich auf Kundenzufriedenheit mit den Dienstleistungen und die Leistung des Entwicklungsteams. Er geht alle technischen Stolpersteine und Verlässlichkeit an, verfolgt Servicekennzahlen und Prozesse sowie Fortschritte im externen Team. In kleineren Teams kann diese Rolle mit der des Teamleiters zusammengelegt werden.

6. Sie haben Ihre Erwartungen an die Softwarequalität nicht an die Entwicklungskosten angepasst

Obwohl IT-Outsourcing gewöhnlich mit Kosteneinsparungen verbunden ist, geht es nicht immer darum, die günstigste Lösung zu finden. Anstatt nach billigen Handwerkern zu suchen, entscheiden Sie sich für einen Outsourcing-Anbieter, der Wert schafft und sich als Ihr Partner für digitale Transformation sieht. Dieser Ansatz kann Ihnen helfen, kompetente Entwickler mit einem weiten Spektrum an Fähigkeiten und Kenntnissen zu finden, um die gewünschte Softwarequalität innerhalb des erforderlichen Zeitrahmens zu erreichen.

7. Ihre Collaboration Tools entsprachen nicht den Anforderungen Ihres externen Teams

Tools für Zusammenarbeit und gemeinsame Repositories sind ein Muss für eine effektive Kommunikation und Leistungsbewertung. Ein gut koordinierter Softwareentwicklungsprozess erfordert separate Tools für Kommunikation (zum Beispiel Slack), Videokonferenzen (zum Beispiel Skype), Task Tracking (zum Beispiel Jira) und kontinuierliche Integration (zum Beispiel Gitlab CI). Verwenden Sie für beide Teams die gleichen Tools, um sicherzustellen, dass Ihre internen und externen Entwicklungsteams zusammenarbeiten und einen nachhaltigen Arbeitsablauf aufrechterhalten.

Igor Tkach, Daxx

Insgesamt haben einige Unternehmen immer noch Schwierigkeiten, Software-Outsourcing für sich produktiv einzusetzen. Mit dem richtigen Partner und guter Implementierung kann Software-Outsourcing einen echten Mehrwert bieten.

Igor Tkach, Daxx

Fazit

Insgesamt haben einige Unternehmen immer noch Schwierigkeiten, Software-Outsourcing für sich produktiv einzusetzen. Mit dem richtigen Partner und guter Implementierung kann Software-Outsourcing einen echten Mehrwert bieten.

Die oben genannten Techniken und Empfehlungen können Ihnen dabei helfen, die richtigen Entscheidungen beim Outsourcing zu treffen und die gewünschten Ergebnisse in der Zukunft zu erzielen.

Über den Autor:
Igor Tkach ist CTO bei Daxx. Er ist eine erfahrene Führungskraft, die unter anderem über Best Practices für agile Entwicklung, Produktmanagement und Steigerung der Führungsqualität in Organisationen schreibt. Derzeit kooperiert Tkach mit Eigentümern von IT-Unternehmen und hilft ihnen dabei, beim Einsatz neuer Technologietrends, der Entwicklung leistungsorientierter R&D-Zentren in der Ukraine und durch kontinuierliche Verbesserung ihrer Managementpraktiken erfolgreich zu sein.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2019 aktualisiert

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