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Die 7 wichtigsten Begriffe zu Remote Backup erklärt

Home-Office stellt besonders neue Anforderungen an das Backup. Wir erklären wichtige Begriffe zum Thema Remote Backup und auf welche Parameter Anwender achten sollten.

Da derzeit aufgrund der Pandemie die meisten Angestellten zuhause arbeiten, ist es wichtig, wesentliche Begriffe, Ausdrücke und Vorgänge rund um Remote Backup (Fern-Backup oder Fernsicherung) zu verstehen.

Die Pandemie hat viele Unternehmen dazu gebracht, ihre Arbeitsweise vollständig zu ändern. Angestellte, die bisher nie von zuhause aus arbeiteten, begannen plötzlich damit, dies sogar Vollzeit zu tun. Die dadurch bedingte Zunahme an außerhalb des eigentlichen Unternehmens erzeugten Daten setzte das Bedürfnis nach einem geeigneten Backup in Gang.

Die Pandemie wird vielleicht für immer die Art und Weise ändern, wie wir arbeiten – zumindest werden mehr Leute zuhause arbeiten, als das vor Covid-19 der Fall war. Deshalb ist es wichtig, dass alle Beteiligten die Besonderheiten und Unterschiede der Terminologie von Fern-Backups verstehen.

Dieses kleine Glossar von sieben Begriffen liefert Details dazu, wie man seine externen Arbeitsumgebungen besser schützt.

Backup Storage Device. Backup-Systeme bieten ein breites Feld von Ausrüstungen und Funktionen. Für unsere Zwecke ist eine Appliance für Remote Backup die wichtigste. Dieser Gerätetyp erstellt ein Backup der Daten, die sich außerhalb des traditionellen Rechenzentrums befinden. Appliances für Remote Data Backup eignen sich für Disaster Recovery und besonders für Heimarbeiter, die zu einem Unternehmen gehören.

Es ist wichtig, ein Produkt mit geeigneten Sicherheitsfunktionen wie zum Beispiel Verschlüsselung sowie mit gründlichen Management-Fähigkeiten einzusetzen. Andere Arten von Speichergeräten für Backup schließen festplattenbasierte Systeme, integrierte Appliances und Cloud-basierte Produkte ein.

Offsite Backup. Während ein Offsite-Daten-Backup Cloud- und Tape-Backups umfasst, konzentrieren wir uns hier auf Cloud-basierte Plattformen, weil sie sich besser für externe Arbeitsumgebungen eignen. Bei einem Cloud-Backup wird eine Datenkopie über ein Netzwerk zu einem Offsite-Server geschickt. Ein Unternehmen kann im Wesentlichen dieses Backup von überall her wiederherstellen.

Diese Art von Datenschutz folgt der 3-2-1-Backup-Strategie, nach der ein Unternehmen drei Datenkopien auf zwei unterschiedlichen Medien vorhalten sollte – mit einer Kopie außerhalb des lokalen Standorts. Während ein Onsite-Backup eventuell eine schnellere Wiederherstellungszeit bietet, ist das mit Angestellten nicht so leicht umsetzbar, die von zuhause aus arbeiten, weil sich womöglich niemand im Büro des Rechenzentrums aufhält.

Online Data Backup. Online-Backup besteht im Wesentlichen aus Cloud-Backup, da sich der Ort des Service-Providers fast immer in irgendeiner Art der Cloud befindet. Die Vorteile schließen eine einfache Art der Benutzung ein, da die Angestellten in der Regel nicht einmal mitbekommen, dass überhaupt ein Backup stattfindet.

Ein Online-Backup ermöglicht es entfernten Büros und Zweigstellen ohne IT-Support vor Ort, ein Backup zuverlässig durchzuführen. Die Kosten können allerdings ein Problem darstellen, je nachdem wie viel und wie lange ein Unternehmen Daten speichert. Die Wiederherstellung der Daten ist in der Regel ein unkomplizierter Prozess, kann aber eine Weile dauern, besonders wenn es sich um große Datenmengen handelt.

Remote Access. Der Fernzugriff (Remote Access) ermöglicht es einem Angestellten, Informationen über ein Netzwerk abzurufen – ein besonders wichtiger Vorgang in der Umgebung eines Home-Office. Dieser Prozess erhöht die Produktivität und die Zusammenarbeit mit anderen. Eine VPN-Verbindung ist eine populäre Methode bei Remote Access. Unternehmen müssen jedoch garantieren, dass die Sicherheit gegeben ist und dass sich alle Angestellten zur selben Zeit einloggen können. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel plötzlich zur Arbeit von zuhause aus für alle Mitarbeiter übergeht, könnte die VPN-Verbindung überlastet sein.

Remote Desktop. Der Fern-Desktop ermöglicht es einem Angestellten, sich mit einem Computer an einem anderen Ort zu verbinden. Der Angestellte kann den Desktop des anderen Computers sehen und ihn nutzen. Ein größerer Vorteil besteht darin, von zuhause aus Zugang zu einem Computer im Büro zu bekommen. Zu den Herstellern, die die Funktion für Remote Desktop anbieten, gehören Citrix, Microsoft und TeamViewer.

Remote Office/Branch Office. Das Remote Office oder Branch Office (entferntes Büro oder Zweigstelle) – oft als ROBO bezeichnet – ist eine Geschäftsstelle, die weit weg vom Hauptquartier des Unternehmens ist.

Während eine Zweigstelle eventuell über mehrere Angestellte verfügt und eine typische Büroumgebung zur Verfügung stellt, kann das Arbeiten von zuhause aus wie ein einzelnes entferntes Büro funktionieren. Ein Resultat kann dann sein, dass der Datenschutz nicht ideal funktioniert.

Ein externes Büro wird in der Regel nicht über eine eigene Mannschaft für Backup und Recovery verfügen. Deshalb obliegt es dem Unternehmen, ein Fern-Backup zu organisieren, zum Beispiel durch einen Cloud-Service, um seine Workloads zu schützen.

ROBO-Backup. ROBO-Backup oder Remote Data Backup kopiert Daten, die in entfernten Büros und Zweigstellen erzeugt wurden und speichert sie an einem sicheren Ort. Ein zentralisiertes Backup, vielleicht über ein Netzwerk organisiert, versetzt ein Unternehmen in die Lage, die Daten zu verwalten, die von an vielen Orten verteilten Angestellten geschaffen wurden. Dennoch müssen Unternehmen aufpassen, dass sie kein Backup der persönlichen Daten ihrer Angestellten durchführen. Zusätzlich zu Cloud-basiertem Backup oder Prozessen für File Sync and Share ist die Installation eines Backup-Agenten eine weitere Option für ROBO-Datenschutz.

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