Definition

Snooping

Im Zusammenhang mit IT-Sicherheit wird ein unautorisierter Zugriff auf die Firmendaten oder die Daten anderer Personen als Snooping bezeichnet. Diese Methode ist ähnlich zu einem Lauschangriff, aber nicht zwingend darauf begrenzt, den Zugriff auf die Daten während der Übertragung zu ergaunern. Snooping oder Schnüffeln kann einfach das Beobachten einer E-Mail sein, die auf dem Bildschirm eines anderen Anwenders auftaucht. Gleiches gilt, wenn ein Schnüffler ganz einfach beobachtet, was eine andere Person tippt. Ausgeklügeltes Snooping verwendet Software-Programme, die Aktivitäten auf dem jeweiligen Computer oder dem entsprechenden Netzwerkgerät auswerten beziehungsweise anzeigen.

Böswillige Hacker setzen auch auf sogenannte Keylogger, um damit die Anschläge auf der Tastatur zu beobachten. Auf diese Weise greifen sie Passwörter und andere Informationen zum Anmelden ab. Weiterhin sammeln Cyberkriminelle E-Mails, andere private Kommunikationen und Datenübertragungen. Unternehmen schnüffeln dann und wann Mitarbeiter auf legitime Weise aus, weil sie deren Nutzung der geschäftlichen Computer und die Verwendung des Internets überprüfen wollen. Regierungen betreiben Snooping bei individuellen Personen, um aus Gründen der Verbrechensbekämpfung und der Terrorabwehr Informationen zu sammeln.

Im Allgemeinen wird Snooping oder Schnüffeln mit etwas Negativem assoziiert. Bei der Computer-Technologie kann sich Snooping auf jedes Programm oder Tool beziehen, das Monitoring betreibt. Ein Snoop Server wird zum Beispiel verwendet, um Netzwerk-Traffic aus Gründen der Analyse zu sammeln. Das Snooping-Protokoll überwacht Informationen, damit die Verarbeitung so effizient wie möglich ist.

 

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Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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