Definition

Google Container Engine (GKE)

Mitarbeiter: Stephen Bigelow

Die Google Container Engine (GKE) ist ein Management- und ein Orchestration-System für Docker-Container und Container-Cluster, die auf Googles Public-Cloud-Diensten ausgeführt werden. Die Google Container Engine basiert auf Kubernetes, Googles Open-Source-Container-Management-System. Unternehmen verwenden die GKE in der Regel für:

  • das Erstellen oder Verkleinern von Docker-Container-Clustern.
  • das Erstellen von Containern, Replikations-Controllern, Jobs, Services oder Load Balancer.
  • das Update oder Upgrade von Container-Clustern.
  • das Anpassen von Applikations-Controllern.
  • das Debugging von Container-Clustern.

Anwender können über das Kommandozeilen-Tool gcloud oder über die Google Cloud Platform Konsole mit der Google Container Engine interagieren.

Die Google Container Engine wird häufig von Softwareentwicklern verwendet, um neue Enterprise-Anwendungen zu testen und zu erstellen. Die Container werden auch von Administratoren verwendet, um Anforderungen an Skalierbarkeit und Performance von Enterprise-Anwendungen erfüllen zu können.

Die Google Container Engine besteht aus einer Gruppe von GCE-Instanzen (Google Compute Engine), die Kubernetes betreiben. Ein Master-Knoten verwaltet eine Gruppe von Docker-Containern und betreibt auch einen Kubernetes API-Server zur Interaktion mit dem Cluster, um Aufgaben wie zum Beispiel das Abarbeiten von API-Requests durchzuführen und Container zu platzieren. Neben dem Master-Knoten kann ein Cluster auch einen oder mehrere weitere Knoten umfassen, auf denen jeweils die Docker-Runtime sowie ein Kubelet-Agent ausgeführt wird, um Docker-Container zu verwalten.

GKE-Nutzer organisieren einen oder mehrere Container in sogenannten Pods, die logische Gruppen verwandter Container darstellen. Zum Beispiel könnten diese Gruppen System-Container für Logfiles, Checkpoints oder Snapshots sowie zur Datenkompressions umfassen. Auf ähnliche Weise können Netzwerk-Proxies, Bridges und Adapter im gleichen Pod organisiert werden. Normalerweise werden identische Container nicht über den gleichen Pod organisiert. GKE-Anwender verwalten und erstellen diese Pods durch Jobs.

Wenn ein Pod von verwandten Containern nicht mehr verfügbar ist, kann der Zugang zu diesen Containern gestört sein. Die meisten Container-Anwendungen setzen eine gewisse Redundanz voraus, um die ständige Verfügbarkeit der Pods zu gewährleisten. Die Google Container Engine bietet hierfür einen Replikations-Controller, der Benutzern die Möglichkeit gibt, zu jeder Zeit die gewünschte Anzahl an Pod-Dublikaten auszuführen.

Pod-Gruppen wiederum können in Services organisiert werden, so dass nicht-Container-fähige Anwendungen ohne Änderungen am Quellcode auf andere Container zugreifen können. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel drei Pods nutzt, um Daten von einem Client-System zu verarbeiten, dann können diese drei Pods als Service des Client-Systems konfiguriert werden und es spielt keine Rolle mehr, welcher der drei Pods tatsächlich die Arbeit verrichtet.

Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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