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Wie oft muss man Disaster-Recovery-Tests durchführen?

Einen DR-Plan zu haben ist gut, aber man muss ihn auch regelmäßig überprüfen. Ein Disaster-Recovery-Test zeigt, ob alle Maßnahmen wie geplant greifen.

Wie oft sollte man einen Disaster-Recovery-Test (DR-Test) durchführen? Und sollte man die Entscheidung auch von Änderungen an der Infrastruktur abhängig machen?

Das hängt davon ab, was Sie unter „Test“ verstehen. Formale Vorhaben für Disaster-Recovery-Tests beinhalten viele Aktivitäten, die Planer besser schon beim Entwurf der DR-Strategien selbst berücksichtigen sollten. Datenschutz und -wiederherstellung müssen auf Ad-hoc-Basis validiert werden können - und das täglich!

Mithilfe des Geo-Clustering ist es zum Beispiel möglich, zu jeder Tages- und Nachtzeit Failover zu entfernten Standorten durchzuführen oder zu simulieren. Bleibt noch die Erprobung der Logistik, welche zwei bis viermal jährlich und auf jeden Fall nach bedeutenden Änderungen der Geschäftsprozesse oder der Infrastruktur getestet werden sollte.

Dabei bieten sich theoretische Übungen und das schrittweise Durchsprechen von Disaster-Recovery-Plänen zur Erprobung der eigenen DR-Strategie an, weil sie viel häufiger durchgeführt werden können, als formale standortferne Tests. Sie sind weit kostengünstiger, logistisch unkomplizierter und geben den Teams die Möglichkeit, die dokumentierten Verfahren für ihre jeweiligen Aufgaben durchzugehen und dabei miteinander zu interagieren.

Achten Sie jedoch auf eine zielgerichtete Umsetzung Ihrer Disaster-Recovery-Tests. Selbst wenn Sie nicht nach Stoppuhr proben, sollten die Interaktionen ausreichend förmlich und professionell gehalten werden, um Strategien oder Verfahren effektiv üben zu können.

Artikel wurde zuletzt im Januar 2014 aktualisiert

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