F

Welchen Vor- und Nachteil hat die GPU-Virtualisierung mit VMware Soft 3D?

Stellen virtuelle Desktops geringe Performance-Ansprüche an eine GPU, kann man dafür VMware Soft 3D einsetzen. Ein CPU emuliert somit die GPU.

Manche Anwendungen benötigen sehr viel GPU-Leistung (Graphics Processing Unit), andere wiederum weniger. VMware Soft 3D liefert für diese etwas geringeren GPU-Ansprüche genau die richtige Lösung. Dabei wird keine spezielle Hardware benötigt, wodurch Soft 3D einfach zu implementieren ist.

Das Ziel einer 3D-Grafikkarte oder GPU in einem virtuellen Desktop ist es, die Anzeige der Pixel auf dem Bildschirm des Anwenders zu beschleunigen. Ganz allgemein gesagt laufen Anwendungen mit einer guten GPU schneller und sind reaktionsfreudiger. Allerdings benötigt nicht jede Anwendung das Topmodell unter den Grafikkarten.

Soft 3D verwendet eine CPU, um die GPU zu emulieren. Jede von vSphere unterstützte CPU kann einer virtuellen Maschine eine Soft 3D GPU zur Verfügung stellen. Gerade weil man keine spezielle Hardware dafür braucht, belastet Soft 3D die CPU eines ESXi-Servers aber natürlich zusätzlich. 

Sind CPU-Ressourcen auf Ihrem VDI-Host sowieso schon Mangelware, könnte Soft 3D die Performance der Desktops also negativ beeinflussen, da sich mehr Anwendungen um die CPU-Zeiten streiten müssen. In den meisten ESXi-Umgebungen ist es allerdings so, dass der limitierende Faktor der Arbeitsspeicher und nicht die CPU ist. Somit ist die zusätzliche, durch Soft 3D verursachte CPU-Last in der Regel kein Problem.

Eine CPU eignet sich auch nicht sehr gut als GPU. Aus diesem Grund ist Soft 3D nur eine Lösung für geringe Performance-Ansprüche. Es bietet aber zum Beispiel genug Leistung, um damit die Windows-Oberfläche Aero betreiben zu können. 

Anwendungen wie CAD oder andere grafikintensive Software setzen aber eine echte Hardware-GPU voraus, um die Apps mit entsprechender Leistung versorgen zu können. Zum Beispiel könnte hier VMware vDGA zum Einsatz kommen. Nutzen Angestellte zu Hause Windows 7 oder 8, werden sie wesentlich zufriedener sein, wenn die VDI-Umgebung die vertraute Oberfläche zur Verfügung stellt. Mit Soft 3D können Sie dies problemlos realisieren.

Bei der Verwendung von Soft 3D muss unter Umständen auch festgelegt werden, welche Anwendungen die emulierte GPU verwenden dürfen. Der Internet Explorer kann eine GPU zum Beispiel einsetzen, um Webseiten schneller zu rendern. Damit verbraucht der Internet Explorer aber auch mehr Ressourcen. 

Wenn die virtuelle GPU in Wirklichkeit aber eine CPU ist, dann sollten man den IE Webseiten besser gleich direkt über die CPU rendern lassen. Das ist in diesem Fall wesentlich effizienter. Neben Soft 3D und vDGA bietet VMware übrigens auch die Möglichkeit der GPU-Virtualisierung über vSGA.

Folgen Sie SearchDataCenter.de auch auf Twitter, Google+ und Facebook!

Erfahren Sie mehr über Server- und Desktop-Virtualisierung

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close