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Die häufigsten SDN-Fehler unter Windows Server 2019

SDN-Deployments von Windows Server 2019 sollen helfen, Netzwerkprobleme zu reduzieren. Doch die Technologie kann auch zu neuen Fehlern führen. Wir geben Tipps zum Troubleshooting.

Obwohl Microsoft Funktionen für Software-defined Networking (SDN) eingeführt hat, um die Verwaltung komplexer Data Center zu vereinfachen, sehen sich Admins oft genug mit Problemen beim Deployment konfrontiert.

Software-defined Networking erhöht die Flexibilität und die Netzwerk-Performance im Unternehmen. Doch Administratoren, die die in Windows Server 2019 implementierten SDN-Funktionen nutzen, laufen Gefahr, Netzwerkfehler zu produzieren. Bis Microsoft die SDN-Funktionalität von Windows Server 2019 verbessert, um die Deployment-Probleme zu entschärfen, müssen Admins sich mit dem Troubleshooting verschiedener Fehler herumschlagen. Wir zeigen folgend, welche am häufigsten vorkommen und wie sie sich schnell diagnostizieren und beheben lassen.

Gängige Fehler, die SDN-Deployments beeinträchtigen können

Die meisten Probleme bei einem SDN-Deployment fallen üblicherweise in vier Kategorien.

1. API-Fehler. SDN kombiniert mehrere Software-Layer zur Virtualisierung und Kommunikation. Southbound-APIs unterstützen in der Regel Schnittstellen der unteren Ebenen, etwa OpenFlow oder Protokolle, die für die Kommunikation zwischen dem SDN-Controller und den Netzwerkknoten sorgen. Northbound-APIs übernehmen üblicherweise die Kommunikation zwischen dem Controller und Schichten der oberen Ebenen, zum Beispiel Management-Tools und Anwendungen. Falls der Controller die APIs nicht ordnungsgemäß aufruft oder fehlerhafte Policies startet, etwa bei der Task-Automatisierung, schlägt der API-Aufruf fehl und führt zu Fehlern. Administratoren benötigen ein ausführliches Protokoll, einschließlich Quelle und Ziel des fehlerhaften Aufrufs, um die Ursache für die API-Fehler herauszufinden.

Administratoren müssen sicherstellen, dass alle Netzwerkgeräte optimal konfiguriert sind, um Probleme mit Datenströmen zu verhindern.

2. Policy-Fehler. Automatisierung ist ein zentrales Element von SDN. Dadurch lassen sich komplexe Tasks schnell und konsistent aufrufen. Automatisierung erfordert klar definierte Policies, die bestimmte Aktionen ausführen – oder verhindern. Oft erstellen Admins diese Policies zentral. Anschließend werden sie über das Netzwerk verteilt oder zwischen verschiedenen Geräten geteilt. In der Regel übergibt der SDN-Controller Policies an Hyper-V-Hosts. Probleme bei der Übermittlung, Verzögerungen oder Update-Probleme können Policy-Fehler nach sich ziehen.

3. Konfigurationsfehler. Komplexe LAN-Strukturen können aus zahlreichen physischen und virtuellen Netzwerkgeräten bestehen. Administratoren müssen sicherstellen, dass alle Netzwerkgeräte optimal konfiguriert sind, um Probleme mit Datenströmen zu verhindern. Jede Fehlkonfiguration kann zu Verzögerungen oder verworfenen Paketen führen, was Fehler erzeugt. Admins, die SDN-Probleme diagnostizieren und beheben müssen, können Protokolle auf aktuelle Änderungen der Gerätekonfiguration überprüfen. Damit lassen sich Konfigurationsabweichungen oder falsche Einstellungen bei einem ersetzten Gerät aufspüren. Wiederholte Konfigurationsprobleme können auch darauf hinweisen, dass das Configuration-Change-Management oder Workflow-Management verbessert werden muss, um Störungen zu vermeiden.

4. Hardwarefehler. SDN-Fehler lassen sich auch auf Defekte systemnaher Netzwerkhardware, wie ein nicht mehr richtig funktionierender Netzwerk-Interface-Controller (NIC), oder auf Probleme mit der Netzwerkverkabelung zurückführen. In einigen Fällen können Probleme bei der Funktionalität, etwa mit Queues von virtuellen Maschinen, eine Anpassung der Einstellungen notwendig machen. Kommt es hingegen zu Problemen mit fehlerhafter Hardware, hilft oft nur ein Austausch.

Nächste Schritte

Windows Server 2019: Die wichtigsten Netzwerkfunktionen

Die Vorteile von SDN für kleine Unternehmen

Essential Guide: Einführung in Software-defined Networking

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