Die fünf wichtigsten Befehlszeilenoptionen zum Beseitigen von Outlook-Problemen

Haben Ihre Anwender Probleme mit Microsoft Outlook? Diese fünf Befehlszeilenoptionen helfen bei der Ermittlung und Beseitigung möglicher Ursachen.

Bei Microsoft Outlook ein Problem genau einzugrenzen ist keine leichte Sache. Es gibt aber einige Befehlszeilenoptionen, die Ihnen helfen können, Outlook-Probleme zu erkennen und zu reparieren, mit denen Admins fast täglich konfrontiert sind. Seit Microsoft Outlook 2000 haben Administratoren die Möglichkeit, den E-Mail-Client mit einer Vielzahl von Befehlszeilenoptionen (Liste der Befehlszeilenoptionen für Outlook) zu starten, die an den Befehl outlook.exe angefügt werden.

Hier sind die fünf wichtigsten Optionen zur Lösung von Outlook-Problemen:

1. /safe: /safe ist wohl der „beliebteste“ Schalter und startet Outlook mit seinen grundlegenden Einstellungen im abgesicherten Modus. Analog wie beim Hochfahren von PCs im abgesicherten Modus, bei dem nur minimale Dienstleistungen gestartet werden, öffnet /safe Outlook nur mit Basis-Einstellungen. Add-Ons werden dabei nicht aktiviert.

Dazu muss man wissen: Es gibt eine lange Liste von Add-ons, die man auf jedem Outlook-Client installieren kann – einige gute, aber auch viele schlechte. Dies gilt für alle Antivirus und Antispam-Anwendungen, die in Outlook Add-ins installieren, um eingehende und ausgehende E-Mails der Benutzer zu scannen. Wenn Outlook regelmäßig abstürzt, starten Sie Outlook im abgesicherten Modus. Das hilft festzustellen, ob ein Add-on das Problem verursacht und entfernt werden muss.

Sie können den abgesicherten Modus starten und dazu eine der Zahlen 1, 3 oder 4 angeben, wie zum Beispiel outlook.exe /safe:1. Dies startet Outlook im abgesicherten Modus mit speziell aktivierten Optionen, die eine granularere Fehlersuche ermöglichen.

2. /rpcdiag: Eines der schwierigsten Outlook Setups ist Outlook Anywhere (früher als RPC over HTTP bezeichnet). Mit der zunehmenden Popularität von gehosteten Microsoft Exchange-Setups wurde auch diese Option für die Fehlerbehebung von Verbindungen zum Hosting-Provider immer beliebter.

Wenn Sie Outlook mit /rpcdiag starten, öffnet sich ein Dialogfeld, das den Verbindungsstatus von Outlook anzeigt. Die Dialogbox erklärt, dass entweder die Verbindung zum Exchange Server ständig ausfällt oder dass die Verbindungsanforderungen nicht passen. Angezeigt wird auch die Netzwerkschnittstelle, die für die Verbindung verwendet wird.

Wenn Outlook beim Verbindungsaufbau zu Exchange hängt und Sie den tatsächlichen Verbindungsstatus von Outlook sehen möchten, können Sie /rpcdiag verwenden. Sie können diese Option auch nutzen, wenn Outlook geladen wird, indem Sie die Strg-Taste drücken und gleichzeitig mit der Maus einen Rechtsklick auf das Outlook-Symbol ausführen. Wählen Sie anschließend den Verbindungsstatus aus.

3. /cleanrules. Sie können in Outlook Regeln festlegen (Client-Regeln), während die Regeln standardmäßig durch Exchange (Server-Regeln) ausgeführt werden. /cleanrules ist seit Outlook 2003 verfügbar und kann bei der Outlook Fehlersuche nützlich sein.

Wenn Sie in Outlook Regeln verwenden, können die Client- und Server-Regeln miteinander in Konflikt geraten und Sie werden aufgefordert, sich zu entscheiden, welche Regeln den Vorrang haben sollen. Die /cleanrules Option stellt die Standard Client- und Server-Regeln wieder her, so dass Sie von vorne anfangen und Ihre Regeln umordnen können. Sie haben auch die Möglichkeit, speziell die Client- oder Server-Regeln mit den /cleanclientrules oder /cleanserverrules Option zu bereinigen.

4. /restore. Ähnlich wie beim abgesicherten Modus versucht /restore Outlook in der letzten bekannten, sauberen Konfiguration zu öffnen. Wenn Outlook ohne Grund abgestürzt ist, versucht diese Option Outlook mit dem letzten Satz von Ordnern zu öffnen, die funktioniert hatten. Diese Option in Verbindung mit dem abgesicherten Modus kann helfen, ein abgestürztes Outlook Backup wieder in voller Funktionalität herzustellen.

5. /cleanautocompletecache. In früheren Outlook-Versionen war die NK2-Datei zuständig für das automatische Ausfüllen von E-Mail Adressen. Diese ist nur sichtbar, wenn Outlook aus ist und wird innnerhalb des Benutzerprofils gespeichert. Outlook verwendet die NK2-Datei nicht mehr, sondern fügt eine zusätzliche Kategorie für Ihre Outlook-Kontakte ein: die vorgeschlagenen Kontakte. Die NK2-Datei existiert zwar noch, wird aber nicht mehr so genannt. Sie wird jetzt im Benutzerprofil gespeichert unter: C:\users\%username%\Appdata\Local\Microsoft\Outlook\RoamCache\Stream_Autocomplete*.dat.

Doch anders als bei der alten NK2-Datei entfernt das Löschen dieser Datei nicht die Cache-Einträge. Hier ist die Option /cleanautocompletecache nützlich. Mit ihr können Sie die vorgeschlagenen Kontakte im Cache löschen und neu starten.

Sie können den Cache auch mit Hilfe der Outlook-Optionen löschen. Navigieren Sie hierfür einfach zur Registerkarte E-Mail -> Nachrichten senden -> AutoVervollständigen-Liste leeren.

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