IT-Prioritäten 2020: COVID-19 ändert Budgets für Datacenter

In unserer zweiten IT-Prioritätenumfrage 2020 berichteten Unternehmen weltweit, wie die COVID-19-Pandemie Budgets für Rechenzentren beeinflusst hat und was sie für 2021 planen.

Unsere IT-Prioritätenumfrage Ende 2019, Anfang 2020 hatte wenig Überraschungen für Rechenzentren parat. Viele Unternehmen trieben in moderatem Tempo die Cloud-Migration voran und investierten zeitgleich in ihre Infrastruktur On-Premises. Besonders in Deutschland hängen die Unternehmen im internationalen Vergleich stärker an letzteren.

Tatsächlich gaben die Mitarbeiter in unserer erneuten Umfrage eine spürbare Veränderung bei den Prioritäten für IT-Projekte an. Dabei ist Home-Office auch das übergeordnete Ziel, dem viele Rechenzentrumsprojekte untergeordnet wurden. So gab ein Viertel der Befragten an, in ihrem Unternehmen seien Ausgaben für Cloud-Projekte nun leichter zu rechtfertigen und 11 Prozent schätzten die Aussichten für neue Serverinfrastruktur als gut ein. Beachtet man die die Zahlen zur geplanten Infrastruktur in Rechenzentren zeigt sich, welcher Gestalt diese neue Serverhardware ist: die Zahl derer mit Plänen für das Einführen Konvergenter und Hyperkonvergenter Infrastruktur ist gegenüber den Angaben Anfang des Jahres um jeweils fünf Prozent gestiegen. Die Ausgaben für traditionelle Server-Infrastruktur sind hingegen leicht gesunken.

Abbildung 1: Die Priorisierung von Rechenzentrumsprojekten hat sich durch Corona verlagert.

Rasant angestiegen ist seit Anfang des Jahres hingegen das Interesse an Containern und Containermanagement von 26 auf 43 Prozent und nimmt somit die Position der klassischen Servervirtualisierung ein. Das könnte daran liegen, dass viele Unternehmen mit ihrer Hardware noch platzsparender umgehen müssen: Zwanzig Prozent der Befragten gaben an, dass sie Ausgaben reduzieren möchten, indem sie alte Hardware weiternutzen.

Die Beliebtheit von Containern fügt sich jedoch auch in das Gesamtbild ein, gemäß dessen die COVID-19-Pandemie in einigen Bereichen die digitale Transformation vorantreibt – 24 Prozent gaben diesbezüglich an, dass sie eine Beschleunigung wahrnehmen. Außerdem steigern sie die Flexibilität und erleichtern Unternehmen das Aufrechterhalten einer Business-Continuity-Strategie. Das gilt jedoch nicht überall gleichermaßen. Themen wie IoT und andere nicht unmittelbar erforderliche Verwaltungstools verloren eher an Interesse.

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