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IT-Gehaltsumfrage 2019/2020: Deutliche Unterschiede

Auch für 2019/2020 hat TechTarget eine Online-Gehaltsumfrage unter IT-Beschäftigten durchgeführt. Wir fassen die ersten Ergebnisse bezüglich Gehaltshöhe und Grundstimmung zusammen.

TechTarget hat IT-Fachkräfte und -Manager in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) nach ihrer Arbeitssituation, Gehaltsentwicklung und Plänen befragt. Die Studie offenbart deutliche Unterschiede innerhalb der Firmenhierarchie und zwischen den Ländern.

Das durchschnittliche Jahresgehalt auf Geschäftsführerebene beträgt 143.146 Euro. Damit verdient ein Mitglied des Executive Teams mehr als das doppelte eines einfachen IT-Mitarbeiters (Staff) mit 57.888 Euro. Die Führungsriege mit Executive Vide President (EVP), Senior Vice President (SVP), Vice President (VP) und Associate Vice President (AVP) kommt auf das 1,7fache eines IT-Mitarbeiters. Ein CIO im C-Level erreicht durchschnittlich 76.971 Euro im Jahr.

Das verdienen die Studienteilnehmer in Abhängigkeit von ihrer Jobposition.
Abbildung 1: Das verdienen die Studienteilnehmer in Abhängigkeit von ihrer Jobposition.

Das Land, in dem ein IT-Profi arbeitet, hat ebenfalls Einfluss auf sein Gehalt. In Deutschland sind die Gehälter im Durchschnitt um rund 2 Prozent höher als in Österreich. Am besten entlohnt werden allerdings die Schweizer, die laut Umfrage im Schnitt 71 Prozent mehr verdienen als ihre Kollegen in Deutschland. Die Franzosen müssen sich allerdings mit durchschnittlich sieben Prozent weniger Gehalt zufriedengeben als die Deutschen. Besser dran sind dagegen die Briten, die selbst beim relativ schwachen aktuellen Kurs des Pfundes 13 Prozent mehr Gehalt erhalten als ihre Kollegen in Deutschland.

Ein höheres Gehalt ist der Hauptgrund für einen Jobwechsel.
Abbildung 2: Ein höheres Gehalt ist der Hauptgrund für einen Jobwechsel.

Rund 20 Prozent der DACH-Befragten geben an, dass sich seit drei oder mehr Jahren nichts an ihrem Vergütungspaket (Gehalt plus Bonusleistungen) geändert hat. Mehrheitlich (58 Prozent) gab es bei den Umfrageteilnehmern allerdings seit einem Jahr oder sogar weniger eine Änderung. 34 Prozent erhielten eine Erhöhung um bis zu einem Prozent, bei 25 Prozent stieg die Vergütung um bis zu 1,1 bis 2 Prozent. 20 Prozent erhielten 2,1 bis 5 Prozent mehr und bei 13 Prozent waren es 5,1 bis 10 Prozent. Deutlich mehr zwischen 10,1 bis 20 Prozent waren es bei 6 Prozent und knapp zwei Prozent konnten sich sogar über mehr als 20 Prozent freuen.

Unternehmen sollten aufpassen, im Schnitt sind 44 Prozent der Befragten offen für einen Jobwechsel.
Abbildung 3: Unternehmen sollten aufpassen, im Schnitt sind 44 Prozent der Befragten offen für einen Jobwechsel.

Das Gehalt ist einer der Hauptgründe für einen Jobwechsel (Abbildung 2). Besonders stark motiviert das die Angestellten im C-Level und die IT-Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung (Staff). Hier geben 50 beziehungsweise 43 Prozent an, ihren Job wegen des Gehalts wechseln zu wollen. Neben dem Gehalt spielen aber auch die Work-Life-Balance und das Erlernen neuer Fähigkeiten eine Rolle. Bei den Direktoren fällt auf, dass sie zu 25 angeben, den Job wechseln zu wollen, um mehr Verantwortung zu übernehmen.

Die Studiendetails im Schnellüberblick.
Abbildung 4: Die Studiendetails im Schnellüberblick.

Auch wenn die Angestellten im C-Level ein höheres Gehalt besonders zum Jobwechsel anspornt, so geben 70 Prozent doch an, derzeit keine Veränderung zu suchen. Im Durchschnitt sind 44 Prozent aller Befragten für die Möglichkeit eines Jobwechsels offen, 40 Prozent wollen da bleiben wo sie sind (Abbildung 3).

Infos zur Umfrage

Die europaweite Online-Umfrage wurde im Zeitraum von Oktober bis November durchgeführt. In der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) nahmen 260 IT-Profis teil. 73 Prozent der Teilnehmer arbeiten in Deutschland, 15 Prozent in der Schweiz und 12 Prozent in Österreich.

Unternehmensgröße und Jobverteilung der Studie.
Abbildung 5: Unternehmensgröße und Jobverteilung der Studie.

47 Prozent der Umfrageteilnehmer arbeiten in kleineren und mittleren Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten. 16 Prozent der Umfrageteilnehmer sind in Unternehmen mit 250 bis 999 Mitarbeitern tätig. Aus Großunternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern kommen 37 Prozent der Befragten.

Eventuelle Abweichungen von 100 Prozent für den Gesamtwert ergeben sich aus Rundungen. Bei einigen Fragen waren außerdem Mehrfachnennungen möglich.

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