IT-Gehaltsumfrage 2021: IT-Profis verhalten optimistisch

TechTarget hat auch für das Jahr 2021 eine Online-Gehaltsumfrage unter IT-Personal durchgeführt. Wir fassen die ersten Ergebnisse bezüglich der Gehaltsentwicklung zusammen.

Die IT-Gehaltsumfrage von TechTarget und ComputerWeekly.de wird jährlich unter IT-Profis in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) durchgeführt. Gefragt wird nach Arbeitssituation, Gehaltsentwicklung und persönlichen Plänen. Aufgrund der außerordentlichen Situation durch die COVID-19-Pandemie sind die Ergebnisse dieses Mal besonders spannend.

Der Gehaltsdurchschnitt über alle Hierarchieebenen liegt bei rund 80.000 Euro pro Jahr (Abbildung 1). IT-Führungskräfte erhalten im Schnitt gut 20.000 Euro mehr, während sich einfache IT-Mitarbeiter mit 55.000 Euro zufrieden geben müssen.

Neben der Jobhierarchie spielt auch die Größe des Unternehmens eine Rolle bei der Höhe des Gehalts.
Abbildung 1: Neben der Jobhierarchie spielt auch die Größe des Unternehmens eine Rolle bei der Höhe des Gehalts.

Aber nicht nur die Position spielt eine Rolle, grundsätzlich verdienen beispielsweise IT-Führungskräfte in großen Unternehmen rund 10,5 Prozent mehr als der Durchschnitt. Die mittlere Führungsebene schneidet mit 91.683 Euro zu 78.713 Euro in großen Unternehmen sogar 16,5 Prozent besser ab. Im Vergleich zu Führungskräften in anderen Abteilungen liegen die ITler beim Gehalt etwas niedriger.

Die Berufserfahrung spielt beim Gehalt natürlich auch eine Rolle. Je länger man dabei ist, desto höher ist das Gehalt. Zu berücksichtigen ist dabei aber auch, dass Mitarbeiter im Laufe der Jahre in der Hierarchie nach oben steigen und auch deshalb mehr Gehalt beziehen. Jedoch geben 52 Prozent geben an, dass sie seit mehr als fünf Jahren in ihrer aktuellen Position tätig sind.

Neben der Jobposition zählt auch Berufserfahrung.
Abbildung 2: Neben der Jobposition zählt auch Berufserfahrung.

IT-Manager und -Führungskräfte bleiben dabei ihrem Unternehmen treu. 68 Prozent der Befragten sind 15 oder mehr Jahre in der Firma und 46 Prozent mehr als 10 Jahre.

Generell arbeiten 51 Prozent Teilnehmer an der IT-Gehaltsumfrage seit über fünf Jahren bei ihren derzeitigen Arbeitgeber, bei Großunternehmen sind es sogar 59 Prozent. Über die Hälfte ist seit mehr als 15 Jahren in der Technologiebranche beschäftigt, 81 Prozent mehr als 5 Jahre.

Die Bedeutung der IT-Abteilung und deren Mitarbeiter für Unternehmen wurde durch die Pandemie besonders deutlich. Verstärkte Heimarbeit erforderte zusätzliche Investitionen in Hard- und Software. Die Änderungen an der IT-Infrastruktur verursachten auch zusätzliche Arbeit für die IT-Abteilungen.

Bei der Vergütung sah es für die meisten IT-Profis trotz Pandemie nicht schlecht aus.
Abbildung 3: Bei der Vergütung sah es für die meisten IT-Profis trotz Pandemie nicht schlecht aus.

Nur vier beziehungsweise ein Prozent der Befragten mussten 2020 mit Gehalts- oder sonstigen Kürzungen leben. 39 Prozent gaben an, dass sie weder finanzielle Einbußen noch Vorteile hatten. Der Rest konnte sich über Gehaltserhöhungen oder Boni freuen.

Für 2021 erwarten 44 Prozent, dass sich nichts ändern wird, 32 Prozent gehen von einer Gehaltserhöhung aus und 20 Prozent hoffen auf einen Bonus.

Details zur IT-Gehaltsumfrage

Die europaweite Online-Umfrage wurde im Zeitraum von Anfang November bis Ende Dezember 2020 durchgeführt. In der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) nahmen 359 IT-Profis teil. 81 Prozent der Teilnehmer kommen aus Deutschland, 10 Prozent aus der Schweiz und 9 Prozent aus Österreich.

Die demografischen Daten der Teilnehmer an der IT-Gehaltsumfrage.
Abbildung 4: Die demografischen Daten der Teilnehmer an der IT-Gehaltsumfrage.

55 Prozent der Teilnehmer an der IT-Gehaltsumfrage arbeiten in kleineren und mittleren Unternehmen mit weniger als 1000 Beschäftigten. 20 Prozent der Umfrageteilnehmer sind in Unternehmen mit 250 bis 999 Mitarbeitern tätig. Aus Unternehmen bis über 10000 Mitarbeitern kommen 45 Prozent.

Eventuelle Abweichungen von 100 Prozent für den Gesamtwert ergeben sich aus Rundungen. Bei einigen Fragen waren außerdem Mehrfachnennungen möglich.

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