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Die Entwicklung von mobilen Apps mit PaaS, SaaS und IaaS beschleunigen

Die Welt der App-Entwicklung ist schnelllebig und von enormen Druck geprägt. Entwicklungsfirmen setzen daher verstärkt auf PaaS- und IaaS-Angebote.

Die schnelllebige Welt der App-Entwicklung ist von dem enormen Druck geprägt, die nächste Software so schnell wie möglich fertigzustellen und auf den Markt zu bringen. Dazu kommt, dass Unternehmen, die ihren Kunden immer das beste Benutzererlebnis bieten wollen, Apps für drei oder vier verschiedene mobile Plattformen entwickeln und bereitstellen müssen, sei es Android, Apple iOS, Windows 10 Mobile oder BlackBerry.

Was können Entwicklungsteams machen, um dem gewaltigen, auf dem Markt der mobilen App-Entwicklung vorherrschenden Druck standzuhalten?

Ein neuer Ansatz?

Best Practices sind nach wie vor wichtig. Der Entwicklungsprozess bleibt schließlich gleich, daher bedarf es keiner großen Überlegung, sich für einen schlanken und agilen Ansatz zu entscheiden, der sich bereits in der Enterprise-Welt bewährt hat. Die Fragmentierung des Mobile-Markts bedeutet, dass eine schlanke Entwicklungstechnologie gelegentlich auf leicht abgewandelte Weise End to End umgesetzt wird. Letztendlich können aber viele der agilen Ansätze, die sich in der Unternehmenswelt bereits bewährt haben, genauso gut auf die Entwicklung von Mobilgeräten angewandt werden.

Wenn jedoch die Zeit knapp wird, reicht es nicht aus, die Dinge auf die althergebrachte Art und Weise zu erledigen. Aus diesem Grund suchen viele Entwickler von Apps und Projektleiter nach neuen Technologien, durch die sie Zeit und Geld sparen können. Und deshalb wenden sich so viele Entwickler und Architekten von mobilen Technologien der Cloud zu, um ihre Anwendungen schneller zu entwickeln, bereitzustellen und auf den Markt zu bringen.

„Für die CTOs, mit denen ich gesprochen habe, und ganz besonders für Start-ups, ist das absolut selbstverständlich“, sagt Ryan Shriver, Analyst bei Gigaom Research und Experte für agile Cloud-Entwicklung. „Sie beschäftigen sich mit diesen Dingen, weil sie der Meinung sind, dass sie den Code für Geschäftsanwendungen auf diese Weise schneller schreiben können, ohne sich mit der Infrastruktur und dem ganzen Drumherum auseinandersetzen zu müssen.“ Und dadurch, dass die Entwickler ihren Code schneller schreiben können, erscheinen die abgeschlossenen Projekte natürlich auch früher in den App-Stores.

An PaaS kommt keiner vorbei

Platform as a Service (PaaS) ist besonders für Start-ups im mobilen Bereich attraktiv geworden, da weniger Zeit auf das Setup und die Konfiguration verwendet wird. Das liegt daran, dass ein PaaS-Anbieter diese Aktivitäten für sie übernimmt.

„Ein PaaS-Anbieter übernimmt die gesamte Bereitstellung Ihrer Software, ohne dass Sie sich Gedanken über die zugrunde liegende Infrastruktur machen müssen“, sagt Shriver. Dem stehen IaaS-Anbieter (Infrastructure as a Service) gegenüber. Sie verleihen Ihnen nahezu volle Kontrolle über das Betriebssystem, man muss aber auch mehr Zeit für Dinge wie Installation, Konfiguration und Optimierung aufwenden.

Viele der im mobilen Bereich tätigen Teams entscheiden sich daher eher für PaaS-Angebote. Mit einem PaaS-Anbieter „muss man sich keine Gedanken über Betriebssysteme, die damit verbundene Konfiguration oder die richtige Einstellung der Tools machen. Alle diese Dinge werden für Sie übernommen“, sagt Shriver. „Den Entwicklern kommt das in der Regel sehr entgegen.“

Und die Cloud hat noch mehr zu bieten als nur virtualisierte Server oder zuverlässige Bereitstellungsziele und Laufzeiten. Viele mobile Apps machen sich während der Laufzeit auch Cloud-basierte Webanalyse-Tools zunutze. Cloud-basierte Entwicklungsumgebungen werden verwendet, um Anwendungen zu entwickeln, bevor auch nur irgendjemand im Team an die Bereitstellungsziele gedacht hat. Belastungstests, Fehlerverfolgung, Zahlungs-Gateways und Quellcode-Management-Technologien gehören zu den Standardproblemen, die sich mit PaaS und Software as a Service (SaaS) lösen lassen.

Unternehmenskultur und die Cloud

Es ist jedoch nicht jeder im mobilen Bereich tätige Akteur darauf aus, PaaS-, SaaS- oder IaaS-Angebote zu nutzen. Größeren Unternehmen widerstrebt es häufig noch, die Bereitstellung mobiler Anwendungen durch die Nutzung von Cloud-Services zu beschleunigen. „Cloud-basierte Technologien bieten sich zwar für die Entwicklung mobiler Apps an, letztendlich hängt es aber vom jeweiligen Unternehmen und deren Kultur ab“, sagt Shriver.

Aber auch in diesen Unternehmen ändert sich die Haltung nach und nach. Viele größere Unternehmen sind darauf aus, dem Erfolg der schnell aufsteigenden Start-ups nachzueifern und sich deren Geschwindigkeit anzupassen. Aus diesem Grund beginnen sie allmählich, Governance-Modelle einzuführen, die weniger restriktiv sind und denjenigen innerhalb des Unternehmens entgegenkommen, die der Ansicht sind, dass Entwicklungszeiten und Kosten durch die Nutzung Cloud-basierter Technologien gesenkt werden können.

Es bleibt festzuhalten, dass der Erfolg auf dem Mobile-Markt nicht nur davon abhängt, wer das Ziel als Erster erreicht, sondern im gleichen Maße auch von der Qualität der bereitgestellten Anwendungen. Der Minimierung der Produkteinführungszeit kommt in diesem Zusammenhang eine große Bedeutung zu. Mittlerweile sind zahlreiche Cloud-Angebote verfügbar, die dazu beitragen können, nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Bereitstellung und den Laufzeitbetrieb zu beschleunigen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die wichtigsten Akteure im Bereich der Mobile-Entwicklung zunehmend die verschiedenen PaaS- und IaaS-Angebote in Anspruch nehmen, die auf dem Markt erhältlich sind.

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