Definition

Steganographie

Mitarbeiter: Roberto Neijts und Margie Semilof

Steganographie ist das Verbergen einer geheimen Botschaft in einer normalen Nachricht und ihr Entziffern am Zielort. Der Begriff stammt von den griechischen Wörtern „steganos” für Verbergen und „graphie” für Schreiben ab. Steganographie ist eine Weiterentwicklung der Kryptographie, indem eine verschlüsselte Nachricht so versteckt wird, dass niemand vermuten kann, dass sie überhaupt existiert. Im Idealfall merkt also niemand, der fremde Daten überprüft, dass sich darin noch weitere, verschlüsselte Informationen verbergen.

Bei moderner digitaler Steganographie werden die Daten zunächst mit herkömmlichen Methoden verschlüsselt. Anschließend werden sie mit einem speziellen Algorithmus in redundanten Daten versteckt, die Teil eines Dateiformats wie JPEG sind. Ein Beispiel für redundante Daten sind etwa immer gleiche Farbpixel, die sich in einer Reihe befinden. Indem die verschlüsselten Informationen hier in einer scheinbar zufälligen oder unverdächtigen Weise hinzugefügt werden, erscheinen sie als normale oder dem Grundrauschen des Dateiformats entsprechende Daten. Ein Markenzeichen oder ein anderes verstecktes Symbol in einer Software wird dagegen als Wasserzeichen bezeichnet.

Der Begriff Steganographie wurde bereits 1500 von Johannes Trithemius in dem Werk „Steganographia” verwendet. In ihm beschreibt er ein von Engelsmagie inspiriertes System, um Dinge zu lernen und zu erfahren, die in einem kryptographischen System enthalten sind. Das Buch wurde von dem Autor selbst nie veröffentlicht, weil die ersten Leser es als furchterregend einstuften.

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Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2016 aktualisiert

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