Definition

Physische Sicherheit (Objektschutz)

Physische Sicherheit ist der Schutz von Mitarbeitern, Hardware, Programmen, Netzwerken und Daten vor äußeren Gefahren und Ereignissen, die einen ernsthaften Verlust oder Schaden an einem Unternehmen, einer Behörde oder anderen Art von Organisation verursachen können. Darin enthalten sind der Schutz vor Feuer, Naturkatastrophen, Einbrüchen, Diebstahl, Vandalismus und Terrorismus. In Deutschland wird dafür auch der Begriff Objektschutz verwendet.

Der physische Schutz wird häufig unterschätzt und vernachlässigt. Stattdessen wird vermehrt auf Sicherheitsmaßnahmen vor technischen und gefühlt dramatischeren Ereignissen wie Angriffen durch Hacker, Viren, Trojaner und Spyware geachtet. Verstöße gegen die physische Sicherheit können jedoch mit wenig oder gar keinem technischen Sachverstand durchgeführt werden. Unfälle oder Naturkatastrophen sind sogar ein Teil des täglichen Lebens und deswegen – auf lange Sicht gesehen – unvermeidbar.

Physische Sicherheit basiert meist auf drei Bestandteilen. Erstens können Hindernisse platziert werden, die einem Angreifer den Zugang erschweren. Anlagen können auf Unfälle und Desaster vorbereitet (”gehärtet”) werden. Derartige Maßnahmen umfassen mehrfache Schließanlagen, Zäune, Mauern, feuersichere Safes und Sprinkleranlagen. Zweitens können Überwachungs- und Alarmanlagen installiert werden. Dazu zählen Beleuchtungssysteme, Hitzesensoren, Rauchmelder, Bewegungsmelder, Notrufsysteme sowie Kameras. Drittens können Maßnahmen ergriffen werden, um Angreifer festzusetzen (am besten noch bevor ein Schaden eintreten konnte) und um nach Unfällen, Brand- oder anderen Umweltkatastrophen schnell wieder einsatzbereit zu sein.

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Diese Definition wurde zuletzt im Juli 2016 aktualisiert

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