Definition

Netzwerkverschlüsselung - Verschlüsselung auf Netzwerkebene

Netzwerkverschlüsselung, manchmal auch als Verschlüsselung auf Netzwerkebene bezeichnet, ist ein Security-Prozess für das Netzwerk. Damit werden der Netzwerktransferschicht Kryptografie-Services spendiert. Das geschieht oberhalb der der Datenschicht aber unterhalb der Anwendungsebene. Die Netzwerkübertragungsschichten sind Layer 3 und 4 im OSI-Referenzmodell (Open Systems Interconnection). Diese Layer oder Schichten sind für die Verbindungen und das Routing zwischen zwei Endgeräten zuständig. Netzwerkverschlüsselung verwendet die existierenden Netzwerk-Services und die Anwendungssoftware und operiert unabhängig von anderen benutzten Verschlüsselungsprozessen. Für den Endanwender ist die Verschlüsselung auf Netzwerkebene komplett transparent oder unsichtbar. Die Daten werden nur während der Übertragung verschlüsselt. Beim Sender und Empfänger sind die Daten im Klartext vorhanden oder unverschlüsselt.

Netzwerkverschlüsselung wird durch IPSec (Internet Protocol Security) implementiert. Das ist ein Satz an IETF-Standards (Internet Engineering Task Force). Werden sie zusammen eingesetzt, entsteht daraus ein Framework für private Kommunikation über IP-Netzwerke. IPSec bedient sich einfach der Netzwerkarchitektur. Das bedeutet, dass sich Endanwender nicht umstellen oder Anwendungen nicht geändert werden müssen. Verschlüsselte Pakete sehen so aus wie unverschlüsselte und lassen sich einfach durch jedes IP-Netzwerk routen.

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Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2016 aktualisiert

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