Definition

LXD (Linux Container Hypervisor)

LXD (Linux Container Hypervisor) ist ein Open-Source-Projekt mit dem Ziel, ein Set an Management-Tools für Linux-Container bereitzustellen. LXD wurde von Canonical gegründet und ist ein unter Apache-2-Lizenz vorangetriebenes Projekt.

Als Zielsetzung soll LXD Administratoren Tools zum Deployment, Management und Absichern von Linux-Containern bereitstellen, ähnlich wie dies Hypervisoren für virtuelle Maschinen leisten. Anders als andere Container-Projekte unterstützt LXD Live-Migrationen, Snapshots, Konfigurationsprofile und PCI-Pass-Through-Konfigurationen.

LXD besteht derzeit aus drei Komponenten: Einem daemon, einem Kommandozeilen-Client und einem Plug-in für OpenStack Nova. Der daemon exportiert eine REST API lokal und ermöglicht Administratoren zusätzlich das Container-Management über ein Netzwerk. Der Kommandozeilen-Client basiert auf dem LXC-Projekt (Linux Container) und bietet Managementfunktionen für einzelne Container. Hiermit kann man sich auch mit mehreren Container-Hosts verbinden, um einen Überblick über alle Container zu erhalten, die sich in einem Netzwerk befinden. Das OpenStack-Plug-in wiederum ermöglicht das Container-Management auf einem höheren Level, so als würde es sich bei Containern um virtuelle Maschinen auf OpenStack handeln.

LXD sollte nicht mit LXC verwechselt werden, einer Virtualisierungsumgebung auf Betriebssystemebene. LXD basiert auf LXC, um Container zum Beispiel über libxc erstellen und verwalten zu können. LXD unterscheidet sich von Docker und ähnlichen populären Container-Plattformen, indem LXD Betriebssystem-Container bereitstellt, nicht Anwendungs-Container.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2016 aktualisiert

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