Definition

LSP (Label Switched Path)

Ein Label Switched Path (LSP) ist ein unidirektionaler Pfad durch ein MPLS-Netzwerk. LSPs ermöglichen es Dienstanbietern, im Voraus zu entscheiden, auf welchem Weg bestimmte Arten von Datenverkehr innerhalb eines privaten oder öffentlichen Netzwerks fließen sollen.

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Ein Label Switched Path kann mit einem Protokoll wie LDP (Label Distribution Protocol), BGP (Border Gateway Protocol) oder RSVP (Resource Reservation Protocol) eingerichtet werden. Der LSP beginnt an einem Ingress-Router (Eingangs-Router). Dieser entscheidet anhand der entsprechenden Weiterleitungsäquivalenzklasse (FEC, Forwarding Equivalence Class), welches Label einem Paket vorangestellt wird. FECs sind Gruppen von Paketen, die identische Eigenschaften haben und auf ähnliche Weise weitergeleitet werden sollen. Die Pakete laufen daher in der Regel über die gleichen Schnittstellen und Netzwerk-Hops.

Vereinfachte Darstellung eines MPLS-Netzwerks mit Eingangs-Router (Ingress-Router) und Ausgangs-Routern (Egress-Routern).
Abbildung 1: Vereinfachte Darstellung eines MPLS-Netzwerks mit Eingangs-Router (Ingress-Router) und Ausgangs-Routern (Egress-Routern).

Der Ingress-Router sendet das Paket anschließend an den Provider-Router im Pfad weiter. Dieser tauscht das äußere Label des Pakets gegen ein anderes und überträgt es weiter. Der Ausgangs-Router (Egress-Router) im Pfad entfernt das Label vom Paket und leitet es dann basierend auf dem Header seiner nächsten Schicht weiter. Da der Vorgang für höhere Netzwerkschichten nicht sichtbar ist, wird ein Label Switched Path manchmal auch als MPLS-Tunnel bezeichnet.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2021 aktualisiert

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