Windows 10 Version 1909: Was ist neu und ändert sich?

Neben einigen wenigen funktionellen Neuerungen bringt Windows 10 Version 19H2 vor allem Verbesserungen und Leistungsoptimierungen. Admins können die Version per WSUS verteilen.

Die aktuelle Version von Windows 10 wird auf Version 1909 und Build-Nummer 18363.449 gehoben. Es besteht die Möglichkeit, Windows 10 neu zu installieren, oder von einer vorhergehenden Version zu Windows 10 Version 1909 zu aktualisieren. Bei Windows 10 Version 1909 handelt es sich im Grunde genommen vor allem um ein Service Pack für Windows 10 Version 1903.

Bei der Home Edition von Windows 10 prüft Microsoft derzeit die Abschaffung der lokalen Konten für die Anmeldung. Allerdings ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht klar, ob und in welcher Version von Windows 10 diese Einschränkung implementiert wird.

Windows 10 Version 1909 installieren

Nach der Installation der neuen Version sollten zunächst Windows-Updates abgerufen werden. Microsoft stellt bereits bei Veröffentlichung Updates für das .NET Framework bereit sowie ein kumulatives Update, dass installiert werden sollte.

In den meisten Fällen ist es notwendig, nach der Aktualisierung des .NET Frameworks noch einmal nach Updates zu suchen. Oft erscheint das kumulative Update für Windows 10 Version 1909 erst bei der zweiten Suche. Windows 10 Version 1909 erhält die gleichen kumulativen Updates wie Windows 10 Version 1903. Dadurch werden die Updates für die beiden Versionen zusammengefasst.

Abbildung 1: Nach der Installation von Windows 10 Version 1909 sollte das .NET Framework aktualisiert werden.
Abbildung 1: Nach der Installation von Windows 10 Version 1909 sollte das .NET Framework aktualisiert werden.

Windows 10 Version 1909 ist ein kumulatives Update

Bislang wurden neue Versionen von Windows 10 als Feature-Update zur Verfügung gestellt. Bei Windows 10 Version 1909 handelt es hingegen sich um ein kumulatives Update für Windows 10 Version 1903, das nur wenige Änderungen mit sich bringt.

In Zukunft will Microsoft weiterhin zwei Updates für Windows 10 im Jahr veröffentlichen. Diese tragen die Entwicklernamen H1 und H2. In Zukunft sollen neue Funktionen im Frühjahr-Update integriert werden, beim nächsten Mal also mit Windows 10 20H1 im Frühjahr 2020. Das H2-Update im entsprechenden Jahr soll dann nur Aktualisierungen enthalten und die Version verbessern.

Microsoft gewährt in Zukunft auf die Version des H1 bis zu 18 Monate Support, bevor zu einer neueren Version gewechselt werden muss. Die Version in H2 erhält 30 Monate Support. Das soll vor allem Unternehmen dazu verleiten, verstärkt auf die H2-Version des entsprechenden Jahres zu wechseln. Da die zweite Version die erste aktualisiert, sollte diese ohnehin leistungsstärker und stabiler sein.

Keine wesentlichen Neuerungen – Kein SDK für Entwickler

Zunächst muss festgehalten werden, dass Windows 10 Version 1909 keine signifikanten Neuerungen enthält, sondern eher die Funktionen von Windows 10 Version 1903 verbessert. Es wird für Windows 10 auch kein eigenes SDK (Software Development Kit) erscheinen.

Entwickler arbeiten in Windows 10 Version 1909 mit dem SDK von Windows 10 Version 1903 weiter. Apps müssen also nicht verändert werden, wenn sie bereits mit Windows 10 Version 1903 kompatibel sind. Microsoft empfiehlt, bei der Entwicklung von Apps auf WinUI 2.2 zu setzen. Damit lassen sich UWP-Apps für Windows 10 Version 1903 und 1909 zur Verfügung stellen.

Neue Funktionen in Windows 10 Version 1909

Es ist also zu erwarten, dass Microsoft in Zukunft in den H2-Updates keine wesentlichen Neuerungen integrieren wird. Windows 10 Version 1909 enthält aber einige Neuerungen. Eine der Neuerungen ist die Verbesserung des Kalenders in der Taskleiste. Mit diesem können jetzt einfacher neue Termine erstellt werden.

Abbildung 2: Zu den wenigen Neuerungen von Windows 10 Version 1909 gehört beispielsweise eine Verbesserung des Kalenders.
Abbildung 2: Zu den wenigen Neuerungen von Windows 10 Version 1909 gehört beispielsweise eine Verbesserung des Kalenders.

Ebenfalls verbessert sind die Sprachausgabe und die Erkennung der Position des Rechners. Cortana arbeitet besser auf dem Sperrbildschirm und Programme, die Sprachassistenten nutzen, können ebenfalls über den Sperrbildschirm ausgeführt werden.

Für Unternehmenskunden, die auf Windows 10 Enterprise setzen hat Microsoft den Diebstahlschutz verbessert. ARM64-Geräte unterstützen in dieser Edition die Installation von Programmen und Tools, die Administratoren über Microsoft Intune verteilen. Dafür verantwortlich ist Windows Defender Credential Guard.

Unter der Haube hat Microsoft eine Verbesserung des Umgangs von Windows 10 mit den einzelnen Kernen von CPUs integriert. Dadurch soll die Leistung verbessert werden, da Windows 10 verschiedene Aufgaben besser auf die Kerne der CPUs verteilen kann. Auch die Energieverwaltung wurde überarbeitet. Der Umgang mit dem Startmenü wird vereinfacht: Ist es geöffnet, muss man nur noch mit der Maus nach links fahren, um das Menü aufzuklappen.

Fazit

Auch wenn Windows 10 Version 1909 kaum Neuerungen enthält, lohnt sich die Aktualisierung auch dann, wenn auf Windows 10 Version 1903 gesetzt wird. Die neue Version enthält vor allem Verbesserungen und Leistungsoptimierungen.

Dadurch wird der Einsatz von Windows 10 verbessert. Kompatibilitätsprobleme sind keine zu erwarten. Die neue Version kann auch über WSUS verteilt werden. In diesem Fall muss die Option zur Verteilung von neueren Versionen als Windows 10 Version 1903 angeklickt werden (Windows 10, Version 1903 and later). Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet selbstredend einige Zeit, bis klar ist, ob die neue Version Probleme bereitet oder nicht.

Nächste Schritte

Wie lassen sich Probleme mit Windows-10-Updates lösen?

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