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So finden Sie den richtigen UEM-Anbieter

Der UEM-Markt ist sehr neu und deswegen unübersichtlich. Um das beste Produkt für ihre Firma zu finden, sind eine Analyse des Marktes und vorher definierte Anforderungen ratsam.

Mit UEM (Unified Endpoint Management) kann die IT-Abteilung alle Geräteplattformen und Funktionen mit einem einzigen Tool verwalten. Damit das IT-Team alle Vorteile von Unified Endpoint Management nutzen kann, muss es sich aber erst in einem aufstrebenden Markt zurechtfinden.

Der Erfolg von UEM beruht maßgeblich auf den Fortschritten in der MDM-API (Mobile Device Management) von Windows 10, die es in Windows 8.1 und früher nicht gab. Neben Windows-Geräten unterstützt UEM auch Apple macOS und iOS, Google Chrome OS, Android sowie BlackBerry.

Den UEM-Markt verstehen

UEM-Anbieter legen sich derzeit ins Zeug, ihre Tools an die Anforderungen der Kunden anzupassen. Administratoren haben die Aufgabe, die besten Tools für das Unternehmen zu finden. Weil UEM-Plattformen relativ neu sind, finden Sie bei Gartners Magic Quadrant für UEM-Tools am besten Informationen über den Markt. Hier sind die führenden Unternehmen in der Kategorie UEM:

  • VMware: VMware ist ein solider Anbieter in diesem Markt, der eine umfangreiche Produkthistorie bei EMM (Enterprise Mobility Management) vorzuweisen hat. Das AirWatch-UEM-Produkt ist Teil der Plattform Workspace One. Damit können IT-Administratoren eine Desktop-Umgebung verwalten.
  • Microsoft: Microsoft Intune ist Teil von Microsofts Enterprise Mobility + Security Suite. Dazu gehören auch fortschrittliche Leistungsmerkmale im Bereich Azure Active Directory und das vollständige Microsoft Cloud App Security.
  • IBM: Das Produkt MaaS360 hat sich durch alle EMM-Technologien weiterentwickelt. Deswegen hat es eine umfassende Historie. Vor allen Dingen IBM-Kunden können von den Vorteilen von MaaS360 profitieren. MaaS360 ist Teil von Watson und es gibt eine kostenlose Testversion, die 30 Tage lang gültig ist.
  • MobileIron: MobileIron hat einen guten Ruf und eine solide Firmengeschichte. Die UEM-Produkte sind unabhängig von Betriebssystem und Gerät. In diesem Fall haben die IT-Profis die Option, die Geräte zu nehmen, die am besten für ihr Unternehmen funktionieren.
  • BlackBerry: Der Unified Endpoint Manager von Blackberry ist Teil der BlackBerry Enterprise Mobility Suite. Die IT-Abteilung kann damit iOS, macOS, Android, Windows 10, BlackBerry 10 und Geräte mit BlackBerry OS verwalten.

Es gibt noch ein paar andere UEM-Anbieter auf dem Markt, die einen Blick wert sind. Dazu gehören Sophos, Citrix, SOTI, 42Gears, Ivanti und ManageEngine.

Die Evolution des UEM-Markts

Der UEM-Markt hat sich in den vergangenen Jahren aus diversen anderen Tools entwickelt.

  • CMT (Client Management Tools): Es handelt sich hier um ältere Tools, um den Lebenszyklus von PCs zu verwalten. Die IT-Abteilung hat sie bei Windows 7 und früher eingesetzt. Dazu zählen Produkte wie zum Beispiel Microsoft System Center Configuration Manager. Die IT-Abteilung benötigte mehrere Tools, um alle Anforderungen an das Client-Management zu erfüllen.
  • MDM (Mobile Device Management): MDM hat sich darauf konzentriert, Richtlinien auf Tablets und Smartphones durchzusetzen. MDM wurde ursprünglich entwickelt, um Geräte in BYOD-Umgebungen abzusichern. Die Technologie wurde auch auf Client-Computer und IoT-Geräte ausgeweitet.
  • EMM (Enterprise Mobility Management): EMM besitzt alle Funktionen von MDM, bietet aber zusätzliche Funktionen. Dazu gehören Mobile Application Management (MAM) und Mobile Content Management (MCM). Es soll Endanwender unterstützen, die mehrere Geräte haben. Gleichzeitig soll das Risiko für Unternehmen verringert werden, die Sicherheit zu verletzen.
  • UEM (Unified Endpoint Management): UEM vereint Geräte-Management nicht nur für mobile Geräte und Desktops, sondern bezieht auch andere Endgeräte wie zum Beispiel Drucker und IoT-Geräte ein.

Wie Sie ein UEM Tool auswählen

Sucht die IT-Abteilung ein UEM-Produkt, dann sollte sie die Anforderungen festlegen und wichtige Fragen stellen. Das sind unter anderem:

  • Welche Geräte möchte ich mit dem UEM-Tool verwalten?
  • Was sind die Produkttypen und Betriebssysteme der Geräte und wie wichtig sind sie für die Firma?
  • Welche Geräte wird das Unternehmen in der nahen Zukunft anschaffen, die mit dem UEM-Tool verwaltet werden müssen?
  • Welche Erfahrung hat der UEM-Anbieter mit MDM- und EMM-Technologie? Sind die Produkte ausgereift und zuverlässig?

Die meisten Produkte bieten kostenlose Testversionen. IT-Profis sollten die engere Auswahl auf zwei oder drei Produkte beschränken. Sie sollten auf jeden Fall die Zeit haben, alle möglichen Kandidaten zu testen und das auch wirklich tun.

Ein UEM-Tool kann die Option zur Verfügung stellen, viele unterschiedlichen Clients und Endgeräte zu verwalten. Damit sparen Sie sich die einen oder anderen Kopfschmerzen. Die Kosten sind wichtig, aber die IT sollte auch eine gute ROI-Analyse durchführen, um das Unternehmen zu überzeugen, in qualitativ hochwertige Produkte zu investieren.

Nächste Schritte

Zentralisieren Sie den Geräte-Support mit Unified Endpoint Management

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