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Warum APIs der Schlüssel produktiver Geschäftsprozesse sind

KI ist in der deutschen Wirtschaft angekommen, doch fehlende Integration in Kernsysteme bremst die Skalierung. Wie APIs isolierte Tools zur Unternehmens-KI machen.

KI hat sich fest in der deutschen Wirtschaft verankert: Laut Bitkom (PDF) setzen 36 Prozent der Unternehmen KI bereits aktiv ein, während fast jedes dritte seine Investitionen weiter hochfährt.

Doch die bloße Implementierung ist kein Garant für Erfolg, wie die Kluft im KI-Reifegrad laut einer Studie des Handelsblatt Research Institutes und valantic (PDF) zeigt: Während Vorreiter aus der Automobilindustrie und Telekommunikation KI bereits gewinnbringend skalieren, stagniert der Mittelbau in Produktion und Logistik. Für die meisten Unternehmen stellt sich heute nicht mehr die Frage, ob KI eingesetzt wird, sondern wie sie strukturell in Kernsysteme und geschäftskritische Prozesse integriert werden kann.

Trotz dieser Dynamik bleibt die Realität komplex. Zwar ist KI oft in Teilen der Organisation präsent, doch die vollständige Integration in den täglichen Betrieb fehlt häufig. KI wird oft in isolierten Tools genutzt, statt als fester Bestandteil der IT-Architektur in Kernarbeitsabläufe eingebettet zu sein. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, müssen Unternehmen technologische Hürden gezielt adressieren und den Fokus auf die nahtlose Integration in bestehende Systeme legen.

Typische KI-Hindernisse: Integration und technische Silos

Die Herausforderung besteht heute weniger darin, Anwendungsfälle zu finden, sondern KI-Funktionalität belastbar an Systemlandschaften anzubinden. Ohne eine geeignete Integrationsarchitektur skalieren selbst vielversprechende Initiativen selten über die Pilotphase hinaus. Teams stoßen schnell auf technische Hürden bei der Anbindung an operative Workflows.

Für den produktiven Betrieb benötigen Unternehmen KI-Funktionen, die direkt in Kernsysteme wie CRM- und ERP-Plattformen integriert sind. Hier kommen APIs ins Spiel: Sie ermöglichen es Entwicklern, KI-Modelle programmgesteuert mit Workflows und Datenbanken zu verbinden. Dadurch arbeitet die KI mit Echtzeitdaten innerhalb der Systeme, in denen tatsächlich Geschäftsentscheidungen getroffen werden.

Zudem verhindern technische Silos eine unternehmensweite Skalierung. Wenn Tools nicht interoperabel sind, bleiben Daten in Abteilungen isoliert. APIs ermöglichen hier den strukturierten Austausch: So kann eine KI im Kundenservice auf dieselben Daten zugreifen wie ein Modell für Umsatzprognosen. Laut Asana haben nur 18 Prozent der Unternehmen in Deutschland KI abteilungsübergreifend implementiert, obwohl zwei Drittel der Mitarbeitenden KI-Tools nutzen. Dies zeigt, dass mangelnde Integrationsarchitekturen die Skalierung bremsen – verschärft durch den Fachkräftemangel, der die interne Steuerung von Integration und Compliance erschwert.

Mike Hughes, DeepL

„Trotz Investitionsbereitschaft bremsen Integrationsaufwand und ROI-Druck viele Unternehmen. APIs bieten hier einen pragmatischen Weg: Durch klar definierte Anwendungsfälle können Unternehmen KI modular testen und schrittweise skalieren.“

Mike Hughes, DeepL

Der Fachkräftemangel sowie fehlende Schulungen verschärfen diese Situation zusätzlich. Vielen Unternehmen fehlen interne KI-Spezialisten, um Integration, Compliance und Performance dauerhaft zu steuern.

Wie APIs Unternehmen voranbringen

Um diese Hürden zu überwinden, setzen viele Unternehmen auf APIs. Sie ermöglichen es, bestehende Software gezielt um externe KI-Funktionen zu erweitern, statt komplexe Systeme neu aufzubauen.

Die zentralen Vorteile:

  • Nahtlose Integration: Einbindung in Anwendungen (zum Beispiel Helpdesk-Systeme zur Ticket-Kategorisierung) ohne Plattformwechsel.
  • Flexibilität und Modularität: Gezielter Start mit einzelnen Funktionen (zum Beispiel Übersetzung), die schrittweise erweitert werden können.
  • Reduzierte Komplexität: Da Anbieter das Modelltraining und die Wartung übernehmen, wird die interne IT massiv entlastet.
  • Kostenkontrolle: Pay-per-Use-Modelle koppeln Investitionen eng an die tatsächliche Nutzung und messbare Ergebnisse.

Wertschöpfung durch gezielte Anwendungsfälle

APIs helfen, strategische Ambitionen in operative Wertschöpfung zu übersetzen:

  • Interne Kommunikation: Optimierung der Inhaltserstellung und Übersetzung direkt in bestehenden Workflows.
  • Kundenservice und Support: Verkürzte Reaktionszeiten durch automatisierte Kategorisierung und Eskalation komplexer Fälle.
  • Lokalisierung: Schnelle, konsistente Übersetzung beispielweise von Marketingmaterialien oder Produktinformationen direkt in den bestehenden Systemen ohne Zusatzschritte.

Ein pragmatischer Weg zu skalierbarer KI

Trotz Investitionsbereitschaft bremsen Integrationsaufwand und ROI-Druck viele Unternehmen. APIs bieten hier einen pragmatischen Weg: Durch klar definierte Anwendungsfälle können Unternehmen KI modular testen und schrittweise skalieren. Sie schaffen unmittelbaren Mehrwert, ohne eine vollständige digitale Umstellung zu erzwingen. So wird KI von einem isolierten Projekt zu einem strukturellen Bestandteil der Unternehmens-IT.

Über den Autor:
Als GTM-Leader für die DeepL API unterstützt Mike Hughes Unternehmen dabei, KI-Sprachlösungen skalierbar zu operationalisieren. Hughes hat seine Karriere der Entwicklung automatisierter Systeme und Enterprise-Software gewidmet. Er verfügt über tiefgreifende Expertise darin, komplexe technische Architekturen in wertschöpfende Kundenlösungen zu transformieren.

 

Die Autoren sind für den Inhalt und die Richtigkeit ihrer Beiträge selbst verantwortlich. Die dargelegten Meinungen geben die Ansichten der Autoren wieder.

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