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Unified Communications: Die Trends 2021

Auch wenn das Jahr 2021 für viele Unternehmen voller Ungewissheit ist, werden vier Unified-Communications-Trends die Kaufentscheidungen von IT-Verantwortlichen beeinflussen.

2020 war ein Jahr des beispiellosen Wandels im Markt für Unified Communications (UC) und Collaboration. COVID-19 hat die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Geschäfte abwickeln, dramatisch beeinflusst. Fast die Hälfte der Unternehmen hat eine neue Videomeeting-Plattform implementiert, um die Arbeit von zu Hause aus zu unterstützen, so das Ergebnis einer globalen Studie von Nemertes Research unter 525 Unternehmen.

Darüber hinaus beschleunigten mehr als 60 Prozent der Unternehmen die Einführung von Cloud-basierten UC-Plattformen. In vielen Fällen haben Unternehmen schnell eine Vielzahl von Apps eingeführt, um ihren Teams die Möglichkeit zu geben, von zu Hause aus zu arbeiten. Dabei blieb oft wenig Zeit, um gründliche Evaluierungen durchzuführen oder eine zusammenhängende Strategie zu planen.

Mit Blick auf das Jahr 2021 gibt es zwar viele Unsicherheiten in Bezug auf die Verbreitung von Viren und die Verfügbarkeit von Impfstoffen. Aber es haben sich einige Zukunftstrends im Bereich Unified Communications herauskristallisiert, die ein Bild davon zeichnen, wie IT-Leiter für das Jahr 2021 planen.

1. Arbeitsplatz neu erfinden

Die Idee, irgendwann zu den Verhältnissen vor der Pandemie zurückzukehren, bei denen die meisten Mitarbeiter in Vollzeit in traditionelle Büros pendelten, ist wenig dynamisch. Jetzt wird angenommen, dass die Belegschaft aus Vollzeit-Büroarbeit, Vollzeit-Remote-Arbeit und denjenigen besteht, die ihre Zeit zwischen Zuhause und dem Büro aufteilen.

Die Erwartung ist, dass die Belegschaft aus Vollzeit-Büroarbeit, Vollzeit-Remote-Arbeit und denjenigen besteht, die ihre Zeit zwischen Zuhause und dem Büro aufteilen.

Das bedeutet, dass IT-Führungskräfte das physische Büro neu überdenken müssen. Videofunktionen müssen allgegenwärtig verfügbar sein, da Meetings aus Personen bestehen werden, die an verschiedenen Orten arbeiten. Feste Büroarbeitsplätze werden wahrscheinlich durch sogenanntes Hoteling ersetzt oder ergänzt, bei dem die Mitarbeiter im Voraus einen Schreibtischplatz reservieren müssen. Unternehmen müssen sich auch weiterhin darauf konzentrieren, die Benutzerfreundlichkeit von Collaboration-Anwendungen sowie die Workflow-Integration zu verbessern, um Produktivitätsbarrieren zu beseitigen.

2. Anbieterkonsolidierung

Der UC-Markt wird sich wahrscheinlich weiter konsolidieren, da die größten Hersteller entweder ihr Angebot erweitern, um vollständig integrierte Sprach-, Video- und Team-Collaboration-Angebote anzubieten, oder übernommen werden. Im Jahr 2020 gab es eine Reihe von Übernahmen und Fusionen auf der Anbieterseite, darunter die 27,7 Milliarden US-Dollar teure Übernahme von Slack durch Salesforce.

Die Käuferseite wird wahrscheinlich auch aggressiver dazu übergehen, einzelne Apps durch integrierte Suiten zu ersetzen, um Geld zu sparen, die Verwaltungskomplexität zu reduzieren und die Benutzerumgebung zu vereinfachen.

3. Management von Remote-Mitarbeitern

Die Verwaltung von Remote-Mitarbeitern war die größte Herausforderung für Unternehmen im Jahr 2020 und wird wahrscheinlich auch 2021 ein Hauptproblem darstellen. Laut einer Nemertes-Studie kämpfen Unternehmen mit der Sicherstellung der Produktivität, der Verwaltung von Sicherheit und Anwendungsleistung sowie der Messung des Engagements ihrer Heimarbeiter.

Erwarten Sie eine kontinuierliche Weiterentwicklung – und Einführung – von Analyse-, Sicherheits- und Managementplattformen, die Führungskräften einen Einblick in die Gesamtleistung geben und eine konsequente Durchsetzung von Richtlinien ermöglichen. Ein Beispiel dafür war der Versuch von Microsoft, Führungskräften bei Office 365 einen Productivity Score zu ihren Mitarbeitern zu liefern. Der Konzern musste die Funktion aufgrund datenschutz- und arbeitsrechtlicher Bedenken aber wieder entschärfen.

4. Optimierung der Heimarbeitsumgebung

Unternehmen werden wahrscheinlich einen aggressiveren Ansatz zur Optimierung der Heimarbeitsumgebung wählen. Dies bedeutet Investitionen in Audio- und Videogeräte sowie in Management-Tools, um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Es bedeutet auch, dass Unternehmen sich darauf konzentrieren, wie sie die schnell aufkommenden Funktionen wie virtuelle Hintergründe, alternative Videoformate, virtuelle Kameras und andere ästhetische Funktionen am besten implementieren können, um Meetings interaktiver zu gestalten.

Fazit

2020 war ein Jahr wie kein anderes in Bezug auf globale Störungen und Veränderungen. Optimistisch kann man davon ausgehen, dass im Jahr 2021 so etwas wie eine Rückkehr zu dem, was einmal normal war, stattfinden wird. In der neuen Normalität müssen sich UC-Verantwortliche jedoch weiterhin darauf konzentrieren, wie sie Remote-Arbeit am besten unterstützen können, um die Erfahrungen der Mitarbeiter zu optimieren. Diese Unified-Communications-Zukunftstrends können Kaufentscheidungen und Strategien für UC-Führungskräfte beeinflussen.

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