Definition

Retina-Scan

Mitarbeiter: Matthew Haughn

Ein Retina-Scan ist eine biometrische Methode, um eine Person eindeutig anhand bestimmter Muster identifizieren zu können. Die Retina beziehungsweise Netzhaut ist Teil des menschlichen Auges.

Mit biometrischen Methoden versuchen Hersteller bereits seit einiger Zeit einen zuverlässigen Weg zu finden, Personen anhand bestimmter, einmaliger körperlicher Eigenschaften zu identifizieren. Als eindeutige Merkmale verwenden sie unter anderem Fingerabdrücke, die Geometrie der Hand oder des Ohrs, Muster in der Retina oder der Iris, Sprachwellen, Erbeigenschaften und Unterschriften.

Retina-Scanner werden unter anderem in militärischen Basen, Kernkraftwerken und anderen Bereichen eingesetzt, die besonders hohe Sicherheitsanforderungen haben. Retina-Scans gelten als nahezu unfälschbar. Dazu kommt, dass sich die Retina bereits kurz nach dem Tod eines Menschen so stark ändert, dass ein Scan nur bei einem lebenden Menschen möglich ist.

Obwohl manche Smartphone-Apps behaupten, Retina-Scanning einzusetzen, handelt es sich dabei meist nur um Scans der Iris des menschlichen Auges. Bei dieser Methode werden Individuen anhand bestimmter, eindeutiger Muster in der ringförmigen Region um die Pupille des Auges identifiziert. Retina-Scans gelten als etwa siebzigmal zuverlässiger als Iris-Scans und sogar 20.000mal zuverlässiger als Methoden, die auf Fingerabdrücken basieren. Bei einem Retina-Scan muss sich der Anwender jedoch mit seinen Augen etwa 15 Sekunden lang auf einen einzigen Punkt konzentrieren.

Die ersten Konzepte für den Scans der Retina stammen von den Ärzten Carleton Simon und Isadore Goldstein aus dem Jahr 1935. In kommerzielle Produkte wurden ihre Ideen jedoch erst 1984 von der Firma Eyedentity umgesetzt, die ebenfalls als Pionier auf diesem Gebiet gilt.

Diese Definition wurde zuletzt im Februar 2020 aktualisiert

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