Definition

Product Lifecycle Management (PLM)

Product Lifecycle Management (PLM) ist ein systematischer Ansatz, um die verschiedenen Übergänge, denen ein Produkt während seines Lebenszyklus unterworfen ist, zu verwalten - angefangen von Design und Entwicklung bis hin zu seiner Ausmusterung oder Entsorgung. Im Deutschen wird PLM gelegentlich auch mit Produktlebenszyklusmanagement wiedergegeben.

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PLM ist ein Begriff, der eng verknüpft ist mit der Herstellung von Waren, aber die Managementstruktur lässt sich auch für Softwareentwicklung und Servicebereitstellung nutzen. In der Regel gliedert sich PLM in folgende Phasen:

  • Beginning of Life (BOL) - beinhaltet die Entwicklung neuer Produkte und Designprozesse;
  • Middle of Life (MOL) - umfasst die Zusammenarbeit mit Lieferanten, das Produktinformationsmanagement (PIM) und Garantiemanagement;
  • End of Life (EOL) - enthält Strategien für die Entsorgung, Einstellung oder das Recycling von Produkten.

Eine PLM-Software kann eine Firma dabei unterstützen, den Lebenszyklus ihrer Produkte zu verwalten, indem sie für alle Informationen, die ein Produkt betreffen, ein Data Warehouse bereitstellt. Mithilfe einer PLM-Software kann man die Verwaltung von produktbezogenen Daten automatisieren und die Daten in andere Geschäftsprozesse, zum Beispiel Enterprise Resource Planning (ERP) und Manufacturing Execution Systems (MES), integrieren. Das Ziel von PLM besteht darin, Abfall zu vermeiden und die Effizienz zu verbessern. PLM gilt als integraler Bestandteil von Lean Production.

Und das Product Lifecylce Management kann einen erheblichen Einfluss auf das wirtschaftliche Gesamtergebnis eines Produktes haben. Denn dazu zählen nicht nur Aspekte wie die Produktionsplanung oder die davor liegende Entwicklung beziehungsweise Konstruktion. Es gilt auch Faktoren zu berücksichtigen, wie etwa die Ersatzteilversorgung bei industriellen oder Gebrauchsgütern. Wie lange müssen welche Ersatzteile in welcher Quantität vorgehalten werden, auch nach Ende der Produktion? Und das gilt nicht nur für industriell gefertigte Produkte, sondern lässt sich auch auf die IT wie etwa bei der Software übertragen.

Product Lifecycle Management (PLM)
Abbildung 1: In einigen Bereichen ist der Produktlebenszyklus in Teilen relativ transparent, wie hier bei Windows 10, da davon ja auch wieder eigene Entscheidungen von Kundenunternehmen abhängen können.

Wie lange muss eine Softwareversion mit Updates versorgt werden? Wie lange muss man etwa Supportanfragen beantworten? Alle dies Faktoren wie Ersatzteile, Updates und Service verursachen Kosten und gehören zu der ganzheitlichen Betrachtung eines Produktes. Auch an dieser Stelle kann PLM die Effizienz eines Unternehmens deutlich verbessern. Je nach Branche und Produktkategorie ist der Lebenszyklus eines Produktes unterschiedliche transparent für der Käufer. Manche Unternehmen gehen mit dem Thema Ersatzteilversorgung offensiv um und garantieren hier bestimmte Zeiträume. Im Bereich Software ist es nicht unüblich, dass bekannt ist, wie lange eine Version etwa Sicherheitsupdates erhält. Dies mit gutem Grund, denn die Kunden müssen sich mit ihren Unternehmen darauf einstellen können und ihr eigenes Management darauf anpassen.

Diese Definition wurde zuletzt im Juni 2020 aktualisiert

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