Definition

Bootloader

Ein Bootloader, auch als Bootmanager bezeichnet, ist ein kleines Programm, das das Betriebssystem (OS) eines Computers in den Arbeitsspeicher lädt. Wenn ein Rechner eingeschaltet oder neu gestartet wird, führt das Basic Input/Output System (BIOS) einige erste Tests durch und übergibt dann die Kontrolle an den Master Boot Record (MBR), wo sich der Bootloader befindet. Aktuelle Versionen von Microsoft Windows oder Mac OS verfügen bereits über einen im Betriebssystem fest integrierten Bootloader. Auf Computern, die unter Linux betrieben werden, kommen spezielle Bootmanager zum Einsatz.

Der mittlerweile wohl bekannteste Bootloader für Linux ist GRUB (GRand Unified Bootloader) bzw. sein Nachfolger GRUB 2, eine vollständige Überarbeitung der ersten Programmgeneration. Einst außerhalb der Red-Hat-Linux-Gemeinde kaum bekannt, hat GRUB unter anderem durch die breite Unterstützung von populären Distributionen wie Ubuntu und openSUSE sowie seine hohe Flexibilität den ursprünglich sehr weit verbreiteten Bootmanager LILO (LInux LOader) an den Rand gedrängt.

Die starke Konkurrenz führte kurzzeitig sogar zu einer Einstellung der Weiterentwicklung von LILO, die aber Mitte 2010 erneut aufgenommen wurde. Eher ein Nischendasein führt der Bootloader LOADLIN (LOAD LINux). Er wird hauptsächlich von Anwendern bevorzugt, die mehrere Betriebssysteme auf ihrem PC installiert haben, aber nur wenig Zeit mit Linux verbringen. LOADLIN wird manchmal als Backup-Bootmanager für Linux genutzt, falls LILO nicht funktioniert.

Diese Definition wurde zuletzt im Dezember 2006 aktualisiert

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