Welche Systeme sollte man manuell auf Windows 10 migrieren?

Trotz der grundsätzlichen Empfehlung zur Automatisierung, gibt es manchmal sehr gute Gründe für die IT-Abteilung, bestimmte Systeme manuell auf Windows 10 zu migrieren.

Üblicherweise empfiehlt es sich für IT-Abteilungen, bei einem Betriebssystem-Upgrade oder einer Migration den Prozess weitmöglichst zu automatisieren. Eine Automatisierung solcher Vorhaben ist zweifelsohne sinnvoll, denn manuelle Upgrades und Migrationen skalieren nicht wirklich gut.

Es ist ein Projekt, mal eben auf einer Handvoll Maschinen Windows 10 aufzuspielen, aber die Herausforderung, dies auf 1.000 oder mehr Systemen zu tun, ist eine ganz andere. Per Automatisierung lässt sich zudem das Risiko für Fehler durch Fehlbedienungen reduzieren.

Dennoch gibt es auch in großen Umgebungen einige Szenarien, in denen ein manuelles Upgrade die bessere Herangehensweise sein kann.

Wann eine manuelle Installation von Windows 10 sinnvoll ist

Es gibt zahlreiche Situationen, in denen ein manuelles Upgrade auf Windows 10 die empfehlenswertere Vorgehensweise sein kann. Beispielsweise, wenn es gilt, nur eine sehr kleine Anzahl von Systemen zu aktualisieren. Dann kann es für die IT-Abteilung sogar schneller und effizienter sein, dies manuell zu erledigen, als sich die Zeit für die Automatisierung des Prozesses zu nehmen.

Befinden sich auf dem Desktop Daten, die die IT-Abteilung ebenfalls updaten oder mit umziehen möchte, kann genauso ein manuelles Upgrade ratsam sein. In der Regel taucht dieses Problem seltener auf, da Anwender ihre Daten häufig auf einer Netzwerkfreigabe oder in der Cloud speichern. Aber Anwender in sehr kleinen Unternehmen oder mobile Anwender speichern dennoch oft Dateien lokal auf ihren Systemen. Eine automatisierte Migration kann da immer das Risiko bergen, dass diese Daten verloren gehen. Zudem Anwender häufig nicht die standardisierten Verzeichnisse verwenden, sondern Dateien sehr individuell ablegen.

In vielen Fachabteilungen und Branchen kommen sehr spezifische Softwarelösungen, teils älteren Datums, zum Einsatz. Wenn die IT-Abteilung aus unterschiedlichsten Gründen keinen Zugriff mehr auf die Installationsdateien oder -medien dieser Anwendung hat, kann es gleichfalls sinnvoll sein, manuell auf Windows 10 upzugraden.

Und dann existieren in nahezu allen Unternehmen spezielle Systeme, die schlicht und einfach nicht dem Standard-Arbeitsplatz entsprechen. Läuft auf einem System beispielsweise eine Dual-Boot-Konfiguration, weil der Anwender verschiedene Betriebssysteme benötigt, dann werden IT-Profis kein automatisiertes Upgrade auf Windows 10 durchführen, um Probleme zu vermeiden. Damit der Nutzer auch nach der Migration sein alternatives Betriebssystem nutzen kann, empfiehlt sich auch hier ein manuelles Vorgehen.

Und trotz der zweifelsohne guten Hardwareerkennung von Windows 10, gibt es immer Konfigurationen, bei denen man bereits vorab ahnt, dass es zu Problemen kommen wird. Etwa bei sehr speziellen Controllern mit ebensolchen Treibern. Hier empfiehlt sich gleichfalls eine manuelle Vorgehensweise.

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