kentoh - Fotolia

F

Welche Funktionen unterstützt NIC-Teaming in Hyper-V?

NIC-Teaming bietet mit VMQ und HNV zwei Funktionen zur Verbesserung der Performance und Zuverlässigkeit. Erfahren Sie mehr zum effektiven Einsatz.

Das NIC-Teaming von Hyper-V unterstützt eine Reihe weiterer moderner Technologien, die Administratoren nutzen können, um die Performance und Zuverlässigkeit ihres Netzwerks zu steigern.

Ein Beispiel ist die NIC-Unterstützung (Network Interface Card, Netzwerkkarte) für eine VM-Queue (VMQ), die eine Hardware-Virtualisierung bietet, um den Transfer von Netzwerk-Traffic zu einem virtualisierten Host zu verbessern. Zu den typischen Traffic-Typen zählen unter anderem TCP/IP, iSCSI und Fibre Channel over Ethernet (FCoE).

Die VMQ-kompatible NIC ist in der Lage, per Direct Memory Access (DMA) eingehenden Traffic direkt an die Empfangspuffer im Shared Memory einer VM zu senden – statt an eine Empfangs-Queue. VMQ kann auch skalieren und mehrere Prozessoren nutzen, um verschiedene VMs auf unterschiedlichen Prozessoren zu verwalten – was ein schnelleres Handling des eingehenden Netzwerk-Traffics für NIC-Teammitglieder ermöglicht. In der Praxis sollte VMQ – sofern verfügbar – immer dann aktiviert werden, wenn auch Hyper-V aktiviert ist. Das NIC-Team wird dann die VMQ-Funktionen gegenüber dem Hyper-V-Switch präsentieren.

Um das NIC-Teaming von Hyper-V in einer VM anzuwenden, dürfen die virtuellen Netzwerkadapter, die der VM zugeordnet sind, nur mit externen Hyper-V-Switches verbunden werden, und jedes Teammitglied muss mit einem anderen externen Hyper-V-Switch verbunden werden. Dies setzt voraus, dass das NIC-Team im Switch-unabhängigen Modus konfiguriert ist und Load Balancing im Adress-Hash-Modus nutzt. Windows Server 2016 kann VM-NIC-Teams mit zwei Mitgliedern unterstützen – mehr Mitglieder lassen sich zwar konfigurieren, werden jedoch nicht unterstützt.

Eine zweite Funktion nennt sich Hyper-V-Netzwerk-Virtualisierung (Hyper-V Network Virtualization, HNV), die virtuelle Netzwerke für VMs erstellt. HNV stellt im Wesentlichen den Hypervisor zur Verfügung, der die physische Netzwerkinfrastruktur abstrahiert, wodurch die Einschränkungen des virtuellen LAN- und IP-Adress-Managements beim VM-Provisioning entfallen.

NIC-Teaming arbeitet gut mit HNV zusammen, so dass die Treiber für das NIC-Teaming den Traffic so verteilen können, wie es für die HNV-Umgebung am besten ist. Daher ergänzen sich NIC-Teaming und HNV ideal, um komplexe Infrastrukturen zu verwalten sowie die Integration und Workload-Migrationen mit externen IaaS-Providern (Infrastructure as a Service) zu erleichtern.

Ebenfalls erwähnenswert ist, dass das NIC-Teaming von Hyper-V vollständig kompatibel mit Technologien für die Live-Migration ist. NIC-Teaming bietet die gleichen Vorteile: eine größere Bandbreite für schnellere Migrationen – oder mehr gleichzeitige Migrationen – mit Netzwerkresilienz, um Störungen bei Server/NIC oder in einem größeren Netzwerkbereich zu verhindern. Ob Sie NIC-Teaming nutzen oder nicht hat keinen Einfluss darauf, wie die Live-Migration eingerichtet oder auf VMs angewendet wird.

Folgen Sie SearchNetworking.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Nächste Schritte

Tools und Tipps zur Verbesserung der Netzwerk-Performance mit Hyper-V

Darum sollten Sie in Hyper-V NIC-Teaming für Ihre virtuelle Umgebung nutzen

Mit Hyper-V-Portspiegelung Netzwerkstaus vorbeugen

Kostenloses E-Handbook: Grundlagen der Netzwerk-Virtualisierung

Artikel wurde zuletzt im August 2017 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Software-defined Networking

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close