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So planen Sie KI-gestützte Hybrid-Konferenzräume
KI kann Unternehmen helfen, ihre Hybrid-Konferenzräume mit Video- und Audiofunktionen auszustatten. Das sollen allen Teilnehmern die gleichen Teilnahmebedingungen garantieren.
Die traditionelle Anordnung eines Konferenzraums in Form einer Bowlingbahn mit einer Kamera am anderen Ende ist für Videokonferenzen ungeeignet. Bei diesem klassischen Aufbau erscheint die Person, die der Kamera am nächsten sitzt, übergroß, während die Person am Kopfende des Tisches zu einer winzigen, nicht identifizierbaren Gestalt in der Ferne schrumpft.
Millionen solcher Räume sind heute in Betrieb. Für die meisten IT-Verantwortlichen besteht das Ziel darin, die diesen Räumen innewohnende Entfernungsvoreingenommenheit zu beheben. Dabei sollen sie nicht abgerissen und von Grund auf neu begonnen werden. Durch den Einsatz intelligenter Technologie zur Erreichung von Gleichwertigkeit bei Besprechungen können CTOs und AV-Leiter Remote-Teilnehmern einen Platz in der ersten Reihe der Unterhaltung bieten. Und das unabhängig davon, wo die Teilnehmer im Raum sitzen oder welche architektonischen Einschränkungen der Raum mit sich bringt. Sehen wir uns an, wie KI die Einrichtung eines hybriden Konferenzraums neu gestalten kann.
Der Aufstieg der KI-gesteuerten intelligenten Bildführung
Der derzeit bedeutendste Trend bei Hybrid-Meetings ist die KI-gesteuerte intelligente Bildführung. Mit Computer Vision erkennt diese Technologie Personen im Raum und stellt sie in eigenen, dedizierten Bildfeldern dar. In den sogenannten Bowlingbahn-Räumen wird die lange Weitwinkelaufnahme dadurch effektiv in eine Reihe von Einzelporträts aufgeteilt. So werden die Teilnehmer im Büro visuell mit ihren Kollegen im Homeoffice gleichgestellt.
In größeren oder komplexeren Räumen kommen Mehrkamera-Konfigurationen zum Einsatz. Die Kameras werden an verschiedenen Aussichtspunkten platziert, beispielsweise vorne im Raum und in der Mitte des Tisches. Eine KI-gesteuerte Umschaltsoftware wählt automatisch den besten Winkel aus, um den jeweiligen Redner einzufangen.
Dieser eher filmische Ansatz stellt sicher, dass eine zweite Kamera die Mimik der Redner einfangen kann, falls diese den Kopf vom Hauptbildschirm abwenden. So bleiben die nonverbalen Signale erhalten, die in hybriden Umgebungen oft verloren gehen.
Präzisions-Audio und akustische Abschirmung
In einer Besprechung zieht das Video die Aufmerksamkeit auf sich, doch der Ton bleibt das Herzstück. Um der wachsenden Vielfalt an videofähigen Räumen gerecht zu werden, verzichten IT-Verantwortliche zunehmend auf Lautsprechertelefone in der Tischmitte und setzen stattdessen auf Beamforming-Mikrofonarrays. Diese Systeme nutzen KI, um die Richtcharakteristik des Mikrofons direkt auf die sprechende Person auszurichten. So werden Umgebungsgeräusche in einem großen Raum effektiv ausgeblendet und den Zuhörern am anderen Ende der Leitung wird eine kristallklare Sprachqualität geboten.
Um die Integrität des Gesprächs weiter zu schützen, setzen viele Unternehmen KI-basierte akustische Abschirmungen ein. Diese Technologie schafft einen virtuellen Begrenzungsbereich um den Besprechungsraum. Alle Geräusche, die von außerhalb dieses Bereichs stammen – sei es ein Staubsauger im Flur oder ein lautes Gespräch in einem benachbarten Büro –, werden digital herausgefiltert. So ist eine ablenkungsfreie Zusammenarbeit selbst in Räumen möglich, die ursprünglich nicht mit professioneller Schalldämmung ausgestattet wurden.
Professionelle AV-Technik für Besprechungsnischen
Die Kultur des Remote-Arbeitens und hybride Arbeitsteams bedeuten, dass jeder Raum videotauglich sein muss. Eine Besprechungsinfrastruktur, die früher ausschließlich in Sitzungssälen zu finden war, wird heute auch in kleinen Besprechungsnischen (Huddle Spaces) erwartet. Diese Entwicklung wird durch die All-in-one-Videoleiste unterstützt. Sie vereint Kamera, Mikrofone und Lautsprecher in einem einzigen, einfach zu verwaltenden Gerät.
Diese Geräte sind äußerst beliebt – und das aus gutem Grund. Sie bieten eine einheitliche Benutzeroberfläche im gesamten Büro und entlasten somit die IT-Supportteams. Außerdem können sie ein äußerst hochwertiges Erlebnis bieten und sind oft mit zusätzlichen KI-Funktionen ausgestattet, um die Produktivität zu steigern (je nach Anbieter).
In diesen kleineren Räumen sind zwei Bildschirme bei der Gestaltung einer hybriden Konferenzraumausstattung mittlerweile Standard und kein optionales Upgrade mehr. Wenn ein Bildschirm für gemeinsame Inhalte und der andere für eine spezielle Teilnehmeransicht genutzt wird, haben Remote-Teilnehmer das Gefühl, ständig physisch im Raum präsent zu sein. So wird das Phänomen aus den Augen, aus dem Sinn verhindert, durch das Remote-Mitarbeiter bei rasanten Brainstorming-Sitzungen oft an den Rand gedrängt werden.
Modernisierung durch alternative Tischformen
Der rechteckige Tisch dominiert zwar nach wie vor die meisten Besprechungsräume, doch D- oder V-förmige Tische gewinnen zunehmend an Bedeutung – insbesondere in umgebauten oder neu gestalteten Räumen. Wenn die flache Seite eines D-förmigen Tisches in Richtung der Wand mit Bildschirm und Kamera gestellt wird, sind alle Teilnehmer auf natürliche Weise zur Kamera ausgerichtet. Dadurch müssen sie ihren Kopf nicht ständig zwischen ihren Kollegen und dem Bildschirm hin und her drehen.
Diese Anordnung ist speziell darauf ausgelegt, die zuvor erwähnte KI-Framing-Software zu ergänzen. Sind alle zur Vorderseite des Raums ausgerichtet, kann die KI Gesichter leichter erkennen und eine übersichtliche, organisierte Galerieansicht für Remote-Teilnehmer erstellen. Die Zukunft kollaborativer Räume wird auf einer Verbindung von physischem Design und KI-Videofunktionen basieren.
Erweiterung der Reichweite durch Broadcast-Funktionen
Während sich das hybride Büro weiterentwickelt, werden einige Konferenzräume als Mini-Studios für die Kommunikation von einem zu vielen neu konzipiert. Mit Tools wie Zoom Broadcast und Microsoft Teams für Versammlungen können IT-Verantwortliche einen gewöhnlichen Besprechungsraum in eine professionelle Streaming-Umgebung verwandeln. Dies ist besonders nützlich für Unternehmensversammlungen, Fragerunden mit Führungskräften oder interne Schulungen, bei denen die Qualität der Produktion die Bedeutung der Botschaft unterstreicht.
Bei der Planung dieser Räume muss nicht nur die Qualität von Videokonferenzen, sondern auch die Übertragungs- beziehungsweise Streaming-Qualität berücksichtigt werden. Dies kann den Einsatz hochwertiger Kameras mit optischem Zoom und spezieller Beleuchtungsanlagen erforderlich machen. Durch die Einrichtung solcher Räume können Unternehmen ein professionelles, hochauflösendes Erlebnis bieten, ohne teure externe Produktionsteams beauftragen zu müssen.
Plattformübergreifende Kompatibilität und Ein-Klick-Teilnahme
Selbst der technologisch fortschrittlichste Raum ist nutzlos, wenn sich eine Besprechung nur umständlich starten lässt. Abhilfe schaffen hier Ein-Klick-Teilnahmesysteme, die es den Teilnehmern ermöglichen, den Raum zu betreten und die Sitzung mit einem einzigen Fingertipp auf einen Controller zu starten. Um den Anforderungen der plattformübergreifenden Arbeit gerecht zu werden, unterstützen viele dieser Systeme mittlerweile die direkte Gastteilnahme. Dadurch kann ein für eine bestimmte Plattform konfigurierter Raum nahtlos eine Besprechung über einen konkurrierenden Dienst hosten. Mit anderen Worten: Ihr Teams-Raum kann also so konfiguriert werden, dass er an einem Nicht-Teams-Meeting teilnimmt.
Für Räume, die höchste Flexibilität erfordern, ist BYOD (Bring Your Own Device) in Betracht zu ziehen. Anstatt von den Teilnehmern zu verlangen, eine dedizierte Videobar mit einer fest vorinstallierten Meeting-App zu nutzen, lassen Sie sie eine Empty Videobar – also ein reines Hardware-Peripheriegerät ohne eigenes Betriebssystem oder integrierten PC – einfach über ihren eigenen Laptop betreiben. So erhalten Sie das Beste aus beiden Welten. Teilnehmer können über ein Notebook an nahezu jedem Meeting teilnehmen, indem sie auf einen Link klicken. Die Verbindung des Notebooks mit der professionellen Kamera und dem Audiosystem der Videoleiste stellt zudem eine enorme Verbesserung der Audio- und Videoqualität dar.
Die Zukunft des intelligenten Arbeitsbereichs
Der Erfolg einer hybriden Konferenzraumkonfiguration misst sich letztlich daran, wie schnell die Technologie in den Hintergrund tritt. Meeting-Teilnehmer sollten sich keine Gedanken über Kameras, Verbindungen, Einstellungen oder irgendetwas anderes als den Gegenstand ihres Meetings machen müssen. Wir haben einen langen Weg zurückgelegt, seit man früher einen Videotechniker brauchte, nur um die Verbindung herzustellen. Videokonferenzen sind viel einfacher geworden. Die Menschen fühlen sich beim Einsatz viel wohler. Nun ist es an der Zeit, dass Business-Videokonferenzen das Problem der Gleichwertigkeit bei Besprechungen lösen und sicherstellen, dass Teilnehmer unabhängig von ihrem Standort uneingeschränkt teilnehmen können.
Dieser Artikel wurde im Mai 2026 aktualisiert, um neue Informationen zu den Fortschritten und Strategien im Bereich der Hybrid-Konferenztechnik bereitzustellen. Der Beitrag ist im Original in englischer Sprache auf Search Unified Communications erschienen.