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Hashwerte: Prüfsummen berechnen und kontrollieren

Mit einem kleinen Tool kann man unter Windows die Integrität von Dateien überprüfen und die Prüfsummen checken.

Hashwerte sind ein probates Mittel, um zu überprüfen, ob es man es wirklich mit den Daten oder der Datei zu tun hat, mit der man es eigentlich zu tun haben möchte. Mit Hilfe dieser Prüfsummen lassen sich Dateien eindeutig identifizieren. Dies ist auch dann sinnvoll, wenn der Verdacht besteht, das einer Datei Schadcode mit auf den Weg gegeben wurde oder sie in anderer Weise manipuliert sein könnte.

Mit Hilfe der Prüfsummen kann man zudem feststellen, ob beispielsweise die Übertragung von Daten einwandfrei funktioniert hat und nicht das ein oder andere Bit gekippt ist. Sehr hilfreich, wenn beispielsweise ISO-Dateien oder andere Produktionsdaten mit Dienstleistern ausgestauscht werden. Dabei ist es völlig unabhängig, ob man dies nun traditonell, etwa via FTP-Server, oder über eine Cloud-Lösung erledigt.

So kann man natürlich auch einfach kontrollieren, ob die Datei(en) in der Datensicherung ordnungsgemäß dem Original entspricht. Zudem finden sich bei vielen offiziellen Software-Downloads aus dem Internet auch die entsprechenden MD5- oder SHA-Hashwerte, so dass man leicht kontrollieren kann, ob die richtige Datei auch korrekt geladen wurde. Windows bringt auch in der aktuellen Version Windows 10 kein Bordwerkzeug mit, um schnell und einfach Hashwerte zu berechnen und zu überprüfen.

Bei Nirsoft findet sich das kostenlose Tool Hashmyfiles, mit dessen Hilfe man Prüfsummen berechnen und auch kontrollieren kann. Das Freeware-Tool benötigt keine Installation. Es genügt, die ausführbare Datei aus dem ZIP-Download zu starten. Damit lässt sich die Software auch trefflich portabel vom USB-Stick einsetzen.

Es steht zudem eine deutsche Sprachdatei zur Verfügung, die einfach ins Verzeichnis kopiert wird. Hashmyfiles unterstützt folgende Hash-Arten: MD5, SHA1, CRC32, SHA-256, SHA-512 und SHA-384. Das Tool arbeitet unter folgenden Windows-Versionen: Windows 2000, Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8 und Windows 10.

Abbildung 1: Mit Hashmyfiles kann man einfach Prüfsummen berechnen und überprüfen. Die Listen lassen sich exportieren, gleiche Hashwerte auf Wunsch farbig markieren.

Hashwerte erzeugen und überprüfen

Dateien lassen sich einfach per Drag & Drop in das Tool ziehen oder per Menü hinzufügen. Die hinzugefügten Dateien werden in Hashmyfiles einfach in einer Tabellenübersicht mit ihren Hashwerten dargestellt. Die Darstellung der Tabelle bezüglich der angezeigten Spalten kann man an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Haben zwei Dateien den identischen Hashwert, zeigt die Software dies über eine Farbkennung an. Erscheint eine Datei verdächtig, kann man diese direkt aus dem Tool auf Virustotal überprüfen lassen. Wer lieber mit Kontextmenüs arbeitet, kann Hashmyfiles auch direkt aus dem Tool zum Windows-Explorer-Kontextmenü hinzufügen. Die hinzugefügten Dateien samt Prüfsummen lassen sich exportieren und zwar als CSV-, Text- oder auch HTML- oder XML-Datei.

Wer das Ganze in Skripte einbinden möchte, kann die Kommandozeilen-Parameter von Hashmyfiles verwenden. Diese listet Nirsoft auf der Programm-Seite.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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