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Das leisten die marktführenden hybriden Arrays

Hybride Arrays sind leistungsfähig, kosten aber erheblich weniger als All-Flash-Arrays. Wir zeigen Ihnen hier die wichtigsten Produkte dieser Kategorie.

Hybride Arrays bieten denjenigen Anwendern Vorteile, die die Geschwindigkeit und die kurzen Verzögerungszeiten von Flash schätzen, aber die hohen Kosten eines voll mit Solid-State Storage ausgerüsteten Systems nicht tragen wollen.

Die Mischung von Flash und konventionellen Festplatten in einem Array ermöglicht es Unternehmen, von diesen Hochleistungssystemen zu profitieren.

Dieser Artikel untersucht die Produkte marktführender Anbieter von hybriden Arrays. Alle aufgeführten Lösungen bieten Funktionen wie automatisches Tiering, Thin Provisioning, Snapshots, Kompression, Deduplizierung, Verschlüsselung und Replikation.

Der Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie skalierbar hybride Arrays sind, wie die Systeme verwaltet werden. Außerdem wird dargestellt, für welche Unternehmensgröße sie sich eignen. Mit diesem Wissen ausgerüstet, dürfte Unternehmen die Auswahl eines zu Ihrem Bedarf passenden Arrays erheblich leichter fallen.

Dell EMC

Das hybride Array Dell EMC Unity 300 ist eine Einstiegslösung für Niederlassungen und Zweigstellen. Weiter gehören zur Unity-Serie die Modelle 400, 500 und 600. Die Systeme skalieren maximal bis 16 Petabyte (PB). Unity unterstützt Public und Private Clouds sowie führende Cloud-Anbieter. Unity-Lösungen sind mit VMware, Hyper-V und OpenStack integriert.

Für mittelgroße Unternehmen eignet sich die Serie Dell EMC VNX. Sie besteht aus Unified Arrays vom VNX5200 bis zum VNX8000. In den Geräten stecken zwischen vier und 1.500 Laufwerken und 28 bis 88 Ports, entweder 1/10 Gigabit Ethernet (GbE) oder Fibre Channel (FC). Preisoptimierte Modelle enthalten drei Prozent Flash für allgemeine Speicherzwecke. Die mittlere Preisklasse der VNX-Systeme mit zehn Prozent Flash eignet sich für gemischte virtualisierte Workloads, die dynamische Leistungsoptimierung verlangen. Auf Leistung optimierte VNX-Systeme haben einen Flash-Anteil von 20 Prozent und eignen sich für besonders anspruchsvolle Workloads. Die VNX-Arrays unterstützen die hybride und Private Cloud.

Die SC-Serie von Dell EMC umfasst hybride Arrays mit drei Speicherschichten, die für den Anwender sichtbar sind. Allerdings können mehr als drei Laufwerkstypen gemeinsam ins System implementiert werden, genau wie unterschiedliche RAID-Typen. Selbsttätig wird auf die vorhandenen Laufwerke im System die geeignete Tiering-Strategie angewandt. Also können beliebig viele unterschiedliche Laufwerkstypen, Laufwerkstechnologien und -größen genau wie unterschiedliche RAID-Typen kombiniert werden.

Die All-Flash- und Hybrid-Modelle der Dell EMC VMAX bieten Funktionen wie Cloud-Tiers, eine Architektur mit voller Redundanz und intelligente Migrationsservices für die Daten (Intelligent Data Mobility). Sie reduzieren das Datenvolumen, die Migrationsdauer und ermöglichen schnellere Backups.

Hewlett Packard Enterprise

Die Produktserie HPE 3Par StoreServ reicht von der Serie 8000 bis zur Serie 20000. Diese Arrays haben maximal 6 PB Rohkapazität und können bis zu 1.920 Laufwerke und 24 bis 160 Ports unterstützen. In allen Hybrid-Modellen sind RAM, Flash-Cache, Enterprise-Multi-Level-Cell SSDs (eMLC) und SAS-Festplatten mit 15.000, 10.000 oder 7.200 Umdrehungen pro Minute (rpm) möglich. Die Produkte unterstützen Backup in die Cloud mittels StoreOnce und Tape als Backup-Medium mittels StoreEver.

Das optional verfügbare Tool HPE Smart SAN für 3Par-StoreServ-Storage vereinfacht die Bereitstellung von Flash-Storage. Das Tool simplifiziert komplexe, knifflige Konfigurations- und Administrationsaufgaben, wie sie sonst bei FC-SANs anfallen.

Die Management-Konsole von HPE 3Par StoreServ ermöglicht umfassend die konsolidierte Verwaltung der gesamten konvergenten Storage und ist mit HPE OneView integriert. Das Produkt unterstützt eine ganze Reihe von Anwendungsschnittstellen. In OpenStack-Umgebungen lässt sich die Storage von Anwendungs- und VMware-Konsolen aus verwalten und konfigurieren.

Die Geräte sind mandantenfähig. Sie basieren auf dem Applikations-spezifischen Schaltkreis (ASIC) 3Par Gen5 und einer Mesh-aktiven Architektur. Beides zusammen ermöglicht hohe und zuverlässige Leistungen in Umgebungen mit gemischten Workloads. Dafür werden große Ein-/Ausgabeanfragen in kleinere Stücke unterteilt, damit umfangreichere Anfragen die kleineren nicht aufhalten oder gar vollständig zum Stehen bringen. Dieses Konzept reduziert auch die Verzögerungszeit der Flash-Medien.

Die Serie HPE MSA mit den Modellen 1050, 2050 und 2052 eignet sich für SMBs und Zweigstellen oder Niederlassungen. Die Geräte enthalten drei konfigurierbare Speicherschichten: SSD, Enterprise-SAS-Festplatten mit entweder 10.000 oder 15.000 rpm und SAS mittlerer Leistungsfähigkeit mit 7.200 rpm. SSDs können als Lesecache oder als hochleistungsfähige Speicherschicht konfiguriert werden, im zweiten Fall beschleunigen sie Lese- und Schreibvorgänge. Das Array analysiert mit Verfahren der Mustererkennung automatisch die I/O-Anfragen und legt die wichtigsten, aktivsten Daten in Echtzeit auf das schnellste Medium.

MSA-Arrays skalieren auf maximal 192 HDDs oder SSDs. Sie haben eine Kapazität von bis zu 960 TByte und unterstützen 16-GB FC, 1/10-GbE und 12-Gb SAS. 

HPE XP7-Storage skaliert von einem einzigen Festplattencontroller und Medien-Chassis in einem Rack bis auf zwei Controller und 12 Medien-Chassis in sechs Racks. HPE XP7 unterstützt mehrere Medientypen, darunter bis zu 2304 HDDs, 384 SSDs und 576 Flash-Module. Die maximale Storage-Kapazität liegt bei 11,5 PB. Bis zu 192 FC- oder 17610-GbE-Ports werden unterstützt.

Laut HPE schafft XP7-Storage bis zu 4,8 Millionen IOPS mit weniger als 1,0 Millisekunden Verzögerung, ohne deswegen die Verfügbarkeit zu verringern oder auf die Möglichkeit der Disaster Recovery zu verzichten.

Zur hybriden Array-Serie HPE Nimble Storage Adaptive Flash gehören die Modelle CS210 bis CS700. Die Modelle CS210, CS215 und CS235 sind für SMBs und Niederlassungen gedacht, das Modell CS300 für mittelgroße Organisationen und verteilte Standorte, das Modell CS500 für Ein/Ausgabe-intensive Workloads und das Modell CS700, um große Applikationen zu konsolidieren. Die vorausschauenden analytischen Algorithmen von HPE InfoSight helfen dabei, mit diesen Arrays Storage-Ressourcen nach Bedarf bereitzustellen.

Hitachi Vantara

Die Serie Hitachi Virtual Storage Platform (VSP) umfasst fünf Grundmodelle vom Modell G200 bis zum Modell G1500. Die Systeme erreichen laut Hitachi Vantara Leistungen zwischen 270.000 IOPS (Ein-/Ausgabeoperationen pro Sekunde) und 4,8 Millionen IOPS. Ihre Maximalkapazität reicht von 4,3 PB bis 8 PB. In die Arrays passen 264 bis 2304 SSDs und 264 bis 2304 HDDs.

Alle Modelle der VSP-G-Serie nutzen das Storage Virtualization Operating System (SVOS). Damit lassen sich mittelgroße, Enterprise- und Hochleistungssysteme in Mainframe-Umgebungen mit den gleichen Verfahren verwalten. SVOS wird auch in der All-Flash-Serie VSP F verwendet.

IBM

IBM Storwize V7000 bringt folgende Verbindungsoptionen mit: 1-Gbps iSCSI, 10-Gbps iSCSI/FC over Ethernet (FCoE) und 16-Gbps FC. Pro Steuerchassis können 760 Laufwerke verwaltet werden. In einen Vierwege-Cluster passen bis zu 3.040 Laufwerke.

Die drei hybriden Storwize-V5000-Modelle – Storwize V5030, Storwize V5020 und Storwize V5010 – bieten an Verbindungsoptionen 1-GbE iSCSI, 10-Gb iSCSI/FCoE, 12-Gb SAS und 16-Gb FC. Sie können bis zu 760 Laufwerke pro System unterstützten und bis zu 1.520 Laufwerke in einem Zweiwege-Cluster.

Vergleich hybrider Storage Arrays
Abbildung 1: Vergleich hybrider Storage Arrays

Die Software IBM Spectrum Virtualize ermöglicht es, bestehende Storage-Systeme in Storwize-Infrastrukturen zu integrieren. Mehr als 400 unterschiedliche Systemtypen werden durch die Lösung unterstützt. Die IBM-HyperSwap-Funktion ermöglicht Servern in zwei Rechenzentren, gleichzeitig auf Daten zuzugreifen und bei Ausfällen automatisch auf die intakte Ressource umzuschalten. Kombiniert mit Funktionen zur Mobilisierung von Serverdaten wie VMware vMotion oder PowerVM Live Partition Mobility ermöglicht diese Konfiguration nahtlose Mobilität von Storage und virtuellen Maschinen zwischen zwei Rechenzentren. Sie dürfen bis zu 186 Meilen voneinander entfernt sein.

Die hybride Storage-Serie IBM DS8880 besteht aus zwei Modellen: Die DS8884 ist für mittlere Organisationen gedacht, die DS8886 für große. Die selbstkalibrierenden Systeme bieten unter anderem intelligente Caching-Algorithmen, automatisiertes Management der Servicequalität und komplexe Storage-Tiering-Mechanismen.

Infinidat

Die hybriden Storage-Arrays der Serie Infinidat InfiniBox reichen vom Modell F2000 bis zum Modell F6000, die Maximalkapazitäten von 8 TB bis 8,3 PB. Laut Infinidat unterstützen die hauseigenen hybriden Arrays 500.000 bis eine Million IOPS.

Jeder Frontend-Knoten eines Infinidat-Systems besitzt dynamischen RAM (DRAM) und mehrere SSD-Laufwerke. Sie werden zu einem globalen Cache kombiniert, der sich über drei Knoten erstreckt. Kein Datenblock wird zweimal im Cache gehalten, was die Lese- und Schreibleistung erhöht. Mit bis zu 3,1 TB DRAM und 207 TB Flash-Cache pro System kann die InfiniBox große Datensätze im Flash-Cache halten und muss deshalb bei Lesevorgängen nur selten auf die Festplatten zugreifen.

NetApp

Das Hybrid-Flash-System NetApp FAS9000 ist für große, geschäftskritische und Konsolidierungsumgebungen gedacht. Es skaliert bis 24 Knoten und umfasst dann maximal 172 PB Rohkapazität. Jedes hochverfügbare Gerätepaar fasst bis zu 1.440 Laufwerke und hat eine Kapazität von 14,4 PB. Zu den Eigenschaften der Lösung gehören die Beschleunigung von Flash durch Non-Volatile Memory Express (NVMe) sowie ein modulares, auf hohe Leistung, Zuverlässigkeit, kontinuierliche Verfügbarkeit und leichte Wartung fokussiertes Design.

NetApp FAS8200 ist eine Enterprise-Lösung für Umgebungen, die mit SAN- und NAS-Workloads skalieren wollen. Das System skaliert bis auf 57 PB Rohkapazität. Jedes hochverfügbare Gerätepaar fasst bis zu 480 Laufwerke und 4,8 PB. FAS8200 bietet unterbrechungsfreien Betrieb, ist bis auf 24 Knoten erweiterbar und beschleunigt den Flash-Speicher durch NVMe.

Die Serie NetApp FAS2600 besteht aus den Modellen FAS2620 und FAS2650. Sie ist optimiert für kleine und mittlere Unternehmen, die ihre SAN- und NAS-Workloads einfacher betreiben möchten. Dieses System skaliert von 8 TB bis 5,7 PB Rohkapazität. Es kann bis zu 24 interne Disk-Laufwerke und bis zu acht Knoten umfassen. Auch hier wird Flash durch NVMe beschleunigt.

NetApp E5700 ist ein Midrange-Array. Sein Einsatzfeld sind große Unternehmen mit kapazitätsintensiven, dedizierten Applikationen wie Analytik oder technisches Computing sowie kapazitätsorientierte Workloads, die Hochleistungs-Storage-Konsolidierung ermöglichen. Beispiele sind Videoüberwachung sowie Backup und Recovery.

Das Einstiegs-Hybrid-Array NetApp E2800 ist für kleine und mittlere Unternehmen oder Niederlassungen optimiert, die eine leistungsfähige Umgebung für gemischte Workloads und eine zuverlässige Plattform für bestimmte Apps brauchen. Das System integriert alle Flash- und hybriden Konfigurationsoptionen, um die IT-Infrastruktur an den Bedarf anzupassen und die Kosten zu verringern. Seine Anwender können es schrittweise und bedarfsgesteuert erweitern.

Auf allen Modellen läuft die Daten-Management-Software SANtricity. Alle Gerätetypen unterstützen mehrere Speicherschichten, darunter NVMe-Flash-Cache, SSDs und Festplatten (SAS, SATA und Nearline-SAS) sowie die Cloud. In Zukunft werden als Medientypen auch Memory und NVMe-Laufwerke unterstützt.

Die Systeme der NetApp-E-Serie kommen zudem mit dem SANTricity Cloud Connector. Diese Software ermöglicht es, hybride Clouds aufzubauen, mit denen Backup und Recovery kosteneffizient in die Cloud verlagert werden können. 

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Artikel wurde zuletzt im April 2018 aktualisiert

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