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Auf diese sieben Supply-Chain-Probleme stoßen Prozessfertiger regelmäßig

Prozessfertiger müssen mit einigen Herausforderungen beim Supply Chain Management (SCM) kämpfen. Die sieben größten SCM-Probleme im Überblick.

Prozessfertigungsfirmen, zum Beispiel Lebensmittel-, Getränke- oder Chemieunternehmen, müssen ähnliche Herausforderungen stemmen, wenn es um das Supply Chain Management (SCM) geht. Hier sind die sieben häufigsten Anforderungen, die Prozessfertiger berücksichtigen müssen:

1. Kalkulierbare Kosten: Die globalen Produktionskosten variieren aufgrund unterschiedlicher Arbeits-, Transport- und anderer Betriebskosten. Auch Rohstoffkosten ändern sich permanent, da Erdöl- oder Nahrungsmittelpreise aufgrund unterschiedlicher Faktoren schwanken können. Um diese Probleme abzumildern, lassen sich zum Beispiel Prognosesysteme einsetzen, um den Einkauf und die Verfügbarkeit von Rohstoffen abzusichern.

2. Variable Versorgung: Überschüsse oder Engpässe bei Materialien plagen die Prozessindustrie ebenfalls. Natürlich muss die Lebensmittelindustrie die saisonale Gemüse- und Obstproduktion berücksichtigen, und in der Petrochemie wirken sich geopolitische Faktoren auf Produktion und Preis aus. Um Unternehmen bei der Planung zu unterstützen, lassen sich Prognosesysteme für Wettervorhersagen in der Lebensmittelproduktion einsetzen. In der Petrochemie werden wirtschaftliche Prognosedaten häufig verwendet, um Verfügbarkeit und Preis vorherzusagen.

3. Unterschiedliche Rohstoffregelungen: Jeder Markt weist unterschiedliche Restriktionen und Verbote für Gefahrengut auf, was die Beschaffung auf globaler Ebene vor verschiedene Probleme stellt. Was ein Handelsmarkt als sicher einstuft, kann in einem anderen Land als unsicher gelten. Unternehmen müssen ihre Produktion mit den lokalen Bestimmungen und Beschaffungssystemen abstimmen. Die entsprechenden Fachleute müssen zudem alle nötigen Informationen und rechtlichen Bestimmungen kennen, um sicherzustellen, dass Materialien und Geschäftspraktiken im Einklang mit den örtlichen Bestimmungen stehen.

4. Risiko-Management: Die Umweltbedenken, zum Beispiel mit Blick auf die Auswirkungen von Unfällen, wachsen. Kommt es in einem Land zu einem Unfall, führt dies häufig zu Gesetzesänderung, um die Sicherheit zu erhöhen. Alle möglichen Risiken sollten durch Dritte geprüft und geplant werden, die das Know-how und die nötige Objektivität haben, um die besten Praktiken zu gewährleisten.

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5. Rückverfolgbarkeit von Produkten: Die Nachfrage nach Sendungsverfolgung hat in vielen Märkten dieser Welt zugenommen. Die Herausforderung besteht darin, Rohstoff- und Zutatenchargen bis zur Originalquelle zurückverfolgen zu können. Folglich stellt die korrekte Kennzeichnung von Produkten eine Herausforderung dar, wenn große Produktchargen zum Beispiel neu verpackt werden. Hier ist ein Rückverfolgungsmodul erforderlich, dass vollständig mit dem Produktionssystem integriert ist.

6. Transportmethoden und Kosten: Prozessfertigungsprodukte erfordern meist eine spezielle Behandlung. Nicht alle Spediteure haben das erforderliche Know-how. Es ist daher ein Muss, einen Spediteur mit der entsprechenden Strategie und den notwendigen Systemen zu finden.

7. Zoll- und Sicherheitsbestimmungen: Die automatische Archivierung von zollspezifischen Dokumenten ist in den meisten Ländern Pflicht. Daten, die im Zusammenhang mit Liefersendungen stehen, müssen genau sein, um internationalen Recht zu entsprechen. Zollinformationssysteme und ein Import- und Export-Ablagesystem unterstützt Unternehmen bei diesen Anforderungen. Anwender können diese Services aber auch über vorhandene Transport- und Logistiklösungen verfügbar machen. Darüber hinaus lässt sich mit dem Spediteur vertraglich vereinbaren, dass dieser sich direkt um notwendige Prozesse und Formalitäten kümmert.

Die Herausforderungen für Prozessfertiger sind einzigartig. Es ist daher wichtig, diese bereits heute klar zu adressieren.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2016 aktualisiert

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