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HPE baut Self-driving Networks für KI-Architekturen aus

Bei HPE steht die Automatisierung verteilter Infrastrukturen im Mittelpunkt neuer Plattform-Updates, die den Betrieb von Rechenzentren und SASE-Umgebungen vereinfachen sollen.

Im Rahmen seiner Hausmesse Discover 2026 in Las Vegas (15. bis 18. Juni 2026) kündigte HPE mehrere Erweiterungen seiner Netzwerk- und KI-Infrastruktur an. Im Mittelpunkt steht dabei der Ausbau der Self-driving Networks. HPE versteht darunter KI-gestützte Funktionen zur Analyse, Automatisierung und Fehlerbehebung in Campus-, Edge- und Rechenzentrumsumgebungen. Das Ziel besteht darin, den manuellen Betriebsaufwand zu reduzieren und den Aufbau von KI-Infrastrukturen zu vereinfachen. Die Ankündigungen sollen Unternehmen dabei unterstützen, zunehmend verteilte und KI-getriebene Umgebungen effizienter zu betreiben.¹

Juniper-Technik wird Teil der AI Factory.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Integration von HPE-Juniper-Komponenten in die AI-Factory-Plattform. Künftig gehören Juniper-QFX-Switches zum validierten Design der HPE AI Factory und lassen sich über den HPE Networking Data Center Director verwalten. Damit will HPE den Aufbau von KI-Infrastrukturen beschleunigen und eine durchgängige Architektur aus Compute-, Netzwerk-, Speicher- und Managementkomponenten bereitstellen.

Neu vorgestellt wurden außerdem der Switch QFX5140 für Inferenz-Cluster und Edge-KI-Anwendungen sowie das QFX5252-Modul für die AMD-Helios-Plattform. Laut Unternehmensangaben sollen die Systeme die Netzwerklatenzen reduzieren und die Auslastung von GPUs verbessern.

Mehr AIOps-Funktionen für Mist und Aruba Central

HPE erweitert zudem die KI-gestützten Betriebsfunktionen seiner Plattformen Mist und Aruba Central. So erhalten HPE-Networking-CX-Switches künftig Unterstützung durch die Mist-AIOps-Plattform. Zu den Funktionen gehören KI-basierte Transparenz, Zero-Touch- Provisionierung, Layer-2-Analysen sowie Aktionen der Marvis-KI.

Gleichzeitig bringt HPE die Marvis-Funktionen für automatisierte Fehlerbehebung nach Aruba Central. Damit setzt das Unternehmen seine Strategie fort, Funktionen zwischen den ehemals getrennten Aruba- und Juniper-Plattformen gegenseitig verfügbar zu machen. Während einer Presseveranstaltung erklärte Networking-Chef Rami Rahim jedoch, dass Mist und Aruba Central nicht zu einer einzigen Plattform verschmolzen werden sollen. Stattdessen sollen sich die Funktionen und das Nutzungserlebnis über mehrere Jahre hinweg schrittweise angleichen.

Die neuen HPE-Funktionen für KI-Infrastrukturen
Abbildung 1: Die neuen Funktionen für KI-Infrastrukturen, Netzwerkbetrieb und SASE sollen HPEs Konzept der Self-driving Networks erweitern.

KI soll Rechenzentrumsprobleme früher erkennen

Auch für den Rechenzentrumsbetrieb kündigte HPE zusätzliche Funktionen an. Mit Telemetriedaten und Machine Learning sollen potenzielle Ausfälle von Systemen oder optischen Komponenten frühzeitig erkannt werden. Darüber hinaus soll eine agentenbasierte Ursachenanalyse Fehler schneller identifizieren und passende Gegenmaßnahmen vorschlagen.

Laut HPE lassen sich dadurch Probleme, deren Analyse bislang Stunden oder Tage in Anspruch nahm, innerhalb weniger Minuten beheben.

Einheitliche SASE-Plattform angekündigt

Darüber hinaus stellt HPE eine neue SASE-Plattform vor. Sie kombiniert SD-WAN- und SSE-Funktionen (Security Service Edge) in einer gemeinsamen Managementoberfläche. Die auf EdgeConnect basierende Plattform soll den Aufbau von Zero-Trust-Architekturen vereinfachen. Zu den angekündigten Funktionen gehören eine gemeinsame Richtlinienverwaltung, KI-gestützte Analysen und eine vereinfachte Integration von Sicherheitsdiensten.

Das Netzwerk als Fundament der Agentic Enterprise

Die Ankündigungen sind Teil von HPEs Strategie für eine sogenannte „Agentic Enterprise“. Dabei betrachtet das Unternehmen Netzwerke als Grundlage für autonome KI-Anwendungen und weitgehend automatisierte IT-Umgebungen. Self-driving Networks sollen als gemeinsames Fundament für Campusnetze, Rechenzentren und KI-Infrastrukturen dienen.

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