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Die Cyberangriffe der KW14/2026 im Überblick

Wie ist die aktuelle Situation in Sachen Cyberattacken? Wir liefern Ihnen einen wöchentlichen Überblick, über Cyberangriffe, die in den Medien weltweit besprochen wurden.

 

Willkommen zur aktuellen Ausgabe von Cyberhebdo, der wöchentlichen Presseschau rund um das Thema Cyberangriffe. Wir haben nachfolgend eine Auswahl von Cyberangriffen zusammengestellt, die in den Medien verschiedener Länder erwähnt wurden. Der Überblick ausschließlich auf relevante Cyberangriffe und schließt dabei DDoS-Attacken sowie die bloße Verunstaltung von Websites (Defacement) aus. Im Fokus stehen stattdessen gezielte Angriffe, die Unternehmen, Behörden oder kritische Infrastrukturen nachhaltig beeinträchtigen können. Die folgende Übersicht bietet einen kompakten Einblick in die wichtigsten Vorfälle der vergangenen Woche ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

27.03.2026, Colebrook, (USA). Die Behörden von Colebrook haben die Verbindungen zu einigen Systemen des Bundesstaates New Hampshire unterbrochen. Ein angegriffenes E-Mail-Konto war die Ursache für die Maßnahmen. Obwohl die Funktionen des Einwohnermeldeamts und der Wahlbehörde bis zum 27. März wiederhergestellt waren, stand die Wiederherstellung des Zugangs zu den Diensten der Kraftfahrzeugbehörde und der Polizei noch aus. Die Verantwortlichen haben weder die genaue Art des Angriffs noch den Umfang der kompromittierten Daten bestätigt, aber Maßnahmen ergriffen, um die Bedrohung einzudämmen und eine Ausbreitung zu verhindern. Quelle

28.03.2026, Hasbro, Inc., (USA). Hasbro, Inc. gab am 1. April 2026 bekannt, dass am 28. März 2026 ein unbefugter Zugriff auf sein Netzwerk festgestellt wurde. Das Unternehmen hat seine Protokolle zur Reaktion auf Vorfälle aktiviert, bestimmte Systeme isoliert und mit Hilfe von Cybersicherheitsexperten eine Untersuchung eingeleitet. Obwohl der Geschäftsbetrieb dank Notfallplänen aufrechterhalten wird, kann es während der Klärung der Situation zu Verzögerungen kommen. Quelle

31.03.2026, Patriot Regional Emergency Communications Center, (USA). Ein Cyberangriff am 31. März 2026 führte zu Störungen der Telefonkommunikation des regionalen Kommunikationszentrums Patriot (PRECC) sowie der öffentlichen Sicherheitsdienste mehrerer Gemeinden in Massachusetts. Das Notrufsystem 911 blieb funktionsfähig. Personenbezogene Nutzerdaten sollen nicht beeinträchtigt worden sein. Die Behörden zogen Cybersicherheitsexperten und Partner auf Bundesebene hinzu, um den Vorfall einzudämmen und die Dienste wiederherzustellen. Quelle

31.03.2026, Charité, (Deutschland). Eine technische Störung aufgrund eines Defektes in einem Rechenzentrum der Charité in Berlin führte zu einem IT-Ausfall, von dem drei Krankenhausstandorte betroffen waren. Vorübergehend konnten einige Kliniken nicht von Rettungswagen angefahren werden. Die Kliniken der Charité und die zentralen Notaufnahmen seien grundsätzlich arbeitsfähig, jedoch teilweise eingeschränkt. Zuvor wurde gemeldet, dass man nicht von einem Cyberangriff ausgehe. Die Charité arbeite aktiv an der Behebung dieses technischen Problems, das vor dem Hintergrund erhöhter Wachsamkeit gegenüber Cybersicherheitsrisiken für Berliner öffentliche Einrichtungen auftritt. Quelle

01.04.2026, Gem Terminal Industry Co., Ltd., (Taiwan). Bestimmte IT-Systeme der Tochtergesellschaften von Gem Terminal Industry, darunter Suzhou Gem Opto-Electronics Terminal Co., Ltd und Vietnam Gem Electronic and Metal Co., Ltd, wurden am 1. April 2026 Opfer eines Cyberangriffs. Das Sicherheitsteam hat umgehend Abwehr- und Wiederherstellungsmaßnahmen eingeleitet. Es wurden externe Experten hinzugezogen, um bei den Ermittlungen zu helfen. Obwohl die Systeme derzeit schrittweise wiederhergestellt werden, hat der Vorfall nach der aktuellen Einschätzung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb des Unternehmens. Quelle

Presseschau, teilweise mit Claude (Anthropic) erstellt und von der Redaktion geprüft. Cyberhebdo wurde von unseren französischen Kollegen von LeMagIT entwickelt.

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