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Infinidat erweitert InfiniBox-Serie mit SSD-Modell

Das SSA-Modell ist mit DRAM und SSDs ausgestattet, um leistungshungrige Workloads zu adressieren. Es verstärkt die InfiniBox-Serie und offeriert den gleichen Funktionsumfang.

Speicherhersteller Infinidat erweitert seine bekannte Produktserie InfiniBox um ein weiteres Modell: InfiniBox SSA. Dieses Array unterscheidet sich von seinen anderen Modellbrüdern, da es nur mit DRAM und SSDs und nicht wie alle anderen mit einem zusätzlichen Tier an Festplatten ausgestattet ist. Das soll Anwendern ein neues Leistungsniveau bieten und gleichzeitig eben nicht mit reinen All-Flash-Arrays (AFAs) konkurrieren.

„Das SSA soll unseren Kunden die Möglichkeit geben entweder ihre Performance einer (oder mehrerer) bereits bestehenden InfiniBox zu erweitern oder ganz mit einem Modell bestimmte Workloads zu adressieren“, betont Phil Bullinger, CEO bei Infinidat. „Da unser Ansatz sein anderer als bei klassischen AFAs ist, sehen wir uns hier nicht als Wettbewerb, sondern vielmehr als zusätzliche Angebot, Workloads mit hohen Anforderungen an Latenz und Skalierbarkeit zu bedienen.“

Das System basiert auf der gleichen Architektur wie alle anderen InfiniBox-Modelle und offeriert so die gleichen umfassenden Funktionen. Wie alle anderen Serienmodelle auch, ist das SSA als Rack-Lösung konzipiert und soll erheblich mehr DRAM und durch die eingesetzten SAS-SSDs generell mehr Leistung bieten. Derzeit setzt das Unternehmen noch keine NVMe-SSDs ein, aber das mag eine Frage der Zeit sein. Genaue technische Daten lagen bei Redaktionsschluss leider noch nicht vor. Auch zum Preisgefüge der InfiniBox SSA waren noch keine Informationen verfügbar.

Der Deep Learning Neural Cache sorgt für eine optimale Datenplatzierung, was laut Hersteller zu einer Latenz von unter einer Mikrosekunde führt. Der Algorithmus versucht dafür zu sorgen, dass die Leseanfragen fast ausschließlich aus dem DRAM erfolgen, Mit einer reinen Flash-Speicherebene dahinter lassen sich dann auch weiterhin geringere Latenzzeiten als mit anderem InfiniBox-Modellen erreichen. Darüber hinaus bietet das SSA eine Skalierbarkeit im Petabyte-Bereich.

Für Infinidat ist die Antwort auf anspruchsvolle Umgebungen nach wie vor der hybride Ansatz. Daraus machte Phil Bullinger im Gespräch mit ComputerWeekly.De keinen Hehl. Das Kerngeschäft der Firma bleibt weiterhin in diesem Segment. Vielmehr erhofft man sich eine Markterweiterung: Zum einen durch bestehende Kunden, die ihre Performance optimieren wollen; zum anderen einen Einstieg in andere Marktsegmente durch das neue Modell, das das Interesse für andere InfiniBox-Systeme beim Kunden wecken soll.

 

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