IT-Prioritäten 2020: Informationsmanagement in Pandemiezeiten

Die Auswirkungen der Pandemie 2020 machen sich auch im IT-Sektor bemerkbar. Eine aktuelle TechTarget-Umfrage zeigt, was Firmen jetzt beim Informationsmanagement priorisieren.

In den letzten Jahren hat die Bedeutung des Informationsmanagements in Firmen deutlich zugenommen, nicht zuletzt, weil die richtige Handhabung, Analyse und Nutzung sämtlicher Daten einen Wettbewerbsvorteil bringen kann. Bereits Anfang 2020 befragte TechTarget IT-Verantwortliche nach ihren Plänen für das Informationsmanagement. Durch die COVID-19-Krise und den damit verbundenen weltweiten Lockdowns und Veränderungen, sind auch in allen IT-Segmenten Änderungen erfolgt, sei es bei Budgets oder Lösungstrends.

Aus diesem Grund führte der IT-Verlag erneut eine Studie durch, die eventuelle Auswirkungen der Pandemie deutlich machen soll. Im Bereich des Informationsmanagements gab es keine drastischen Verschiebungen, eher gefestigtere Trends. Allerdings konnte ein Themenbereich weitaus mehr Interesse auf sich ziehen als noch am Anfang des Jahres.

Das Datenhandling steht im Vordergrund

Die Studie fragte IT-Verantwortliche, welche Initiativen rund ums Informationsmanagement für die nächsten zwölf Monate geplant seien. Dabei zeigt sich, dass vor allem der Umgang mit den und die Qualität der Daten für die Unternehmen essentiell sind. Jeweils 27 Prozent der Umfrageteilnehmer befanden diese vier Themen am wichtigsten: Datenvisualisierung, Data Governance, Datenintegration und Data Quality.

Dabei hat die Datenintegration eindeutig an Interesse gewonnen, da in der ersten Befragung nur zehn Prozent der Beteiligten hierfür Interesse bekundeten. Das kann zum einen daran liegen, dass durch die vermehrte Fernarbeit, mehr Daten in Cloud- oder globale NAS-Umgebungen einfließen müssen, zum anderen daran, dass aus demselben Grund neue Anwendungen oder Ressourcen bereitgestellt werden.

Abbildung 1: Beim Informationsmanagement kommt es Organisationen vor allem auf den Umgang mit den Daten an und deren Qualität.
Abbildung 1: Beim Informationsmanagement kommt es Organisationen vor allem auf den Umgang mit den Daten an und deren Qualität.

Erst nach diesen Themen reihen sich Analyse-Initiativen und Datenbankmanagement in die Prioritätenliste ein. So haben jeweils 25 Prozent der Teilnehmer Interesse an Big Data Platform/Enterprise Data Warehouse Platform, Data Science Platform und Machine Learning Platform. Im Vergleich dazu waren Big Data und EDW zu Beginn des Jahres noch die begehrteste Initiative.

Im Mittelfeld rangieren Projekte für Echtzeit- und Streaming-Analysen (18 Prozent), Enterprise Reporting und Self-Service BI (16 Prozent) sowie Augmented Analytics (14 Prozent). Weniger relevant sind laut der Umfrage Cloud Data Integration (iPaaS, zehn Prozent), Relational Database Management (vier Prozent) und Data Catalogs (vier Prozent).

Auch wenn es nur wenige Veränderungen aufgrund der Pandemie zu geben scheint, beim Informationsmanagement liegen Handling und Qualität der Daten sowie eine saubere Datenintegration derzeit im Hauptinteresse der Unternehmen. Das resultiert nicht allein daraus, dass Daten nun an anderen Standorten entstehen und dementsprechend gesammelt, gesichert und analysiert werden müssen, sondern auch aus dem Umstand, dass nur mit sicheren, unkompromittierten Informationen eine saubere Analyse und somit eine bessere Nutzung der Informationen erfolgen kann.

Alle Details zur Umfrage und die einzelnen Ergebnisse zu den Veränderungen der IT-Budgets finden Sie hier.

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