KI und Robotik: Worauf müssen sich Firmen einstellen?

Der Fachkräftemangel stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Werden künstliche Intelligenz (KI) und Roboter in Unternehmen Ersatz schaffen?

Einen aussagekräftigen Blick in die Zukunft wünschen sich derzeit wohl viele, wenn es um die Veränderung durch den digitalen Wandel geht. Neben der sich verändernden Art und Weise, wie künftig Geschäfte getätigt oder sich Geschäftsmodelle verändern werden, ist dabei auch diese Frage wichtig: Wie wird sich die Arbeitswelt in Zukunft entwickeln?

Der Fachkräftemangel stellt bereits jetzt Unternehmen vor große Herausforderungen. Aber auch die Skills, also die Kompetenzen, Fähigkeiten sowie der Wissenstransfer von der älteren auf die jüngere Generation müssen Unternehmen im Auge behalten. Neben lebenslangem Lernen stehen deshalb auch die Förderung und Kompetenzerweiterung der Eliten wieder auf der Agenda.

Die Zukunft in Zahlen

Experten gehen bereits jetzt davon aus, dass neben dem Rückgang verfügbarer Arbeitskräfte in Höhe von zwölf Prozent, es bis 2030 einen 50-prozentigen Mangel an Akademikern geben wird. Berücksichtigt man den schnellen Wandel und den starken Einfluss durch die Digitalisierung, lässt sich prognostizieren, dass sich die Hälfte der uns heute bekannten Berufsbilder bereits in den nächsten Jahren gravierend verändern wird.

Neben den neuen Anforderungen an Ausbildung und Weiterbildung ist auch der Generationswandel nicht zu verachten. Die junge Generation wird mit neuen Wertevorstellungen in den Arbeitsmarkt eintreten – die Drei-Tage-Woche ist dann nicht mehr so abwegig. Diese Entwicklung ist bereits heute bei den 20 bis 30-jährigen festzustellen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Zahl der Rentner aktuell jährlich um 30 Prozent steigt.

Roboter und Mensch

Werden Roboter bald Einzug ins Büro halten? Künstliche Intelligenz hat großes Potenzial für alle Industriebranchen. In Deutschland besteht jedoch noch Aufholbedarf: Laut Innovationsindikator liegt Deutschland nur auf Platz 17 – Platz 1 belegt Finnland. In der Politik sieht man deshalb Handlungsbedarf: Deutschland soll im Bereich künstlicher Intelligenz „Weltspitze“ sein.

Dass dies nicht ohne den Menschen geht, sieht auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: „Wir müssen genauso viel in die Kompetenzen von Menschen investieren wie in Technologie. Und es muss klar sein: Wir brauchen Kooperation statt Konkurrenz zwischen Menschen und Maschinen.“

Doch wie wird es in der Realität aussehen? Werden bald nur noch Maschinen, Roboter und Co. in den Büros sitzen? Klar ist, ohne den Einsatz von Technologien, Automatisierung und Innovationen wie künstlicher Intelligenz und Machine Learning, wird ein Unternehmen in Zukunft nicht mehr erfolgreich, insbesondere nachhaltig erfolgreich, agieren können.

Klar ist aber auch, dass trotz Roboter der Mensch im Zentrum bleibt. Seine Fähigkeiten werden durch Technologie unterstützt und erweitert, auch wenn es ohne Zweifel Arbeitsplätze geben wird, die durch die zunehmende Digitalisierung wegrationalisiert werden.

Experten prognostizieren, dass je nach Branche bis zu 50 Prozent der aktuellen, klassischen Berufsbilder in den nächsten 20 Jahren in der bisherigen Form nicht mehr existieren oder ganz wegfallen werden.

Die Ergebnisse der Oxford-Studie The Future of Employment von Osborne/Frey aus dem Jahr 2013 sind mittlerweile durch mehrere Detailuntersuchungen mit Realdaten auch für Deutschland validiert.

Weiterbildung, jetzt!

Wenn Mensch und Technologie eng miteinander zusammenarbeiten sollen, müssen Unternehmen Verständnis schaffen. Wer noch glaubt, dass man nach der Ausbildung ausgelernt hat, der liegt falsch. Das sehen laut der Umfrage ZukunftsMonitor des Bundesministerium für Bildung und Forschung auch neun von zehn Befragten so, sie haben die hohe Relevanz und Wichtigkeit von regelmäßigen Fortbildungen erkannt.

Das Konzept klassischer Ausbildungsberufe muss neu überdacht und überarbeitet werden. Technologie wird früher oder später in allen Bereichen – sei es Medizin, Einkauf oder Handwerk – Einzug halten.

Ralf Greis, CompuSafe AG

„Wenn Mensch und Technologie eng miteinander zusammenarbeiten sollen, müssen Unternehmen Verständnis schaffen.“

Ralf Greis, CompuSafe AG

Gefragt werden Arbeitnehmer sein, die über eine klassische Ausbildung zum Beispiel im Bereich Produktion und gleichzeitig über Digitalwissen verfügen. Doch wie gelangt man an diese Allrounder? Auf dem Arbeitsmarkt sind diese Fachkräfte hart umkämpft – international. Deshalb sollten Unternehmen spätestens jetzt in vorhandene Ressourcen investieren und diese zu den Profis formen, mit Spezialisierungen, Knowhow und Fähigkeiten, die sie für ihr Unternehmen und entsprechende Aufgabenanforderungen benötigen.

Mit modernen, maßgeschneiderten Weiterbildungs- und Re-Qualifizierungskonzepten können Unternehmen individuelle Maßnahmen für alle Mitarbeiter – unabhängig von Abteilung und Alter – erstellen.

Kritischer Erfolgsfaktor dabei ist ein ganzheitliches durch systemische Ansätze geprägtes Vorgehen, welches individuell an die strategische Ausrichtung des Unternehmens angelegt ist. Dies dient auch als Alleinstellungsmerkmal und Differenzierung zur Konkurrenz im War for Talents. Darüber hinaus sehen Experten in diesem Bereich gar einen zentralen Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen überhaupt.

Agile Sourcing

Digitale Transformation und der Einsatz von Innovationen wie künstliche Intelligenz und Machine Learning erfordern Flexibilität. Die agile Beschaffung von (Human) Resources, wie die kurzfristige Besetzung von Vakanzen gerade bei komplexen IT-Projekten oder die Bedarfsermittlung von technologischen Lösungen, wird mit Agile Sourcing abgedeckt.

Über einen Sourcing-Anbieter erhalten Unternehmen maßgeschneiderte Unterstützung in Form von qualifiziertem Personal, Technologieexpertise, Methoden und/oder Weiterbildungsmaßnahmen für bestehende Mitarbeiter.

Über den Autor:
Ralf Greis ist CEO der CompuSafe AG.

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