Definition

Windows Server Failover Clustering (WSFC)

Windows Server Failover Clustering (WSFC) ist ein Feature der Windows-Server-Plattform zur Verbesserung der Hochverfügbarkeit (High Availability, HA) von Anwendungen und Diensten. Windows Server Failover Clustering ist der Nachfolger des Microsoft Cluster Service (MCS) und kann über das Snap-In Failover Cluster Manager administriert werden.

Mit WSFC wird jedem aktiven Server ein weiterer Server zugeordnet, der als sein Standby-Server agiert. Damit ein Failover Cluster funktioniert, müssen die Hardwarespezifikationen beider Server dieselben sein und die Server müssen ihr Speichermedium gemeinsam nutzen, beispielsweise über Cluster Shared Volumes.

Im Hintergrund eines Failover Cluster laufen viele verschiedene Aktionen ab, im Kern kommunizieren die beiden Server aber über eine Reihe von „Herzschlag“-Signalen („Heartbeat“) über ein dediziertes Netzwerk. Werden die Signale vom aktiven Server initiiert und in spezifischen Intervallen zum Standby-Server geschickt, so werden diese als Push Heartbeats bezeichnet. Empfängt ein Standby-Server nicht innerhalb einer bestimmten Zeit einen Push Heartbeat, so übernimmt er den Produktiv-Workload und wird damit zum aktiven Server.

Kommunikationssignale können aber auch vom Standby-Server an den aktiven Server geschickt werden, diese werden dann Pull Heartbeats genannt. Reagiert der aktive Server nicht innerhalb einer bestimmten Zeit auf einen Pull Heartbeat, so stellt der Standby-Server den Ausfall des aktiven Servers fest und übernimmt ebenfalls den Produktivbetrieb.

Mit Windows Server 2016 hat Microsoft das Failover-Clustering weiter verbessert, ein Upgrade der Infrastruktur ist problemlos von Windows Server 2012 R2 auf Windows Server 2016 möglich.

Diese Definition wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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