Definition

Webfilter

Ein Webfilter ist ein Programm, mit dem sich die Internetznutzung einschränken lässt. Er wird oft als Teil eines Proxy-Servers oder einer Firewall installiert. Surft ein Anwender auf eine bestimmte Webseite, überprüft der Filter sowohl die URL als auch die Inhalte. Er entscheidet dann anhand vordefinierter Regeln, ob die Webseite angezeigt wird oder nicht. Die Regeln legt der Anbieter meist dynamisch über eine Liste fest, die sich regelmäßig aktualisiert. Sie enthält bekannte mit Malware oder Spyware verseuchte Webseiten sowie Seiten mit pornographischen oder rassistischen Inhalten. Administratoren in einem Unternehmen können weitere Inhalte über Filterregeln sperren, um etwa privates Surfen in der Arbeitszeit zu vermindern. Oft sind Angebote wie Amazon, Ebay oder Facebook auf solchen unternehmensinternen Sperrlisten zu finden. Auch in Familien kommen Webfilter zum Einsatz. Eltern versuchen so, ihre Kinder vor jugendgefährdenden Inhalten zu schützen.

Einige Webfilter liefern Protokolle darüber, wer auf welchen Seiten war und welche Art von Datenverkehr gefiltert wurde. Manche Produkte bieten auch eine sogenannte weiche Blockierung. Sie zeigen dem Benutzer eine Warnseite an, wenn dieser eine nicht gewünschte Seite aufruft, sperren den Zugriff aber nicht. Administratoren können darüber hinaus die Voreinstellungen ändern und vom Filter blockierte Seiten entsperren.

Ein Webfilter bietet zwar einen gewissen Schutz vor Malware, Sicherheitsexperten empfehlen aber zusätzliche Maßnahmen wie die Installation von Desktop- und Netzwerk-Antiviren-Software.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2016 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Anwendungs- und Plattformsicherheit

- GOOGLE-ANZEIGEN

File Extensions and File Formats

ComputerWeekly.de

Close