Definition

Round Trip Time ( RTT), Paketumlaufzeit

Die Paketumlaufzeit, im englischen als Round Trip Time (RTT) bekannt, bezeichnet die Zeitspanne, die ein Signal beziehungsweise ein Paket benötigt, um von der definierten Quelle zu seinem Ziel und wieder zurück zu kommen. In diesem Zusammenhang ist die Quelle der Computer, der das Signal initiiert, und das Ziel der entfernte Computer oder ein System, das dieses Signal empfängt und wieder zurücksendet.

Im Internet kann ein Anwender die Paketumlaufzeit von und zu einer IP-Adresse ermitteln, in dem er einen Ping an diese Adresse sendet. Das Ergebnis hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören:

  • die Datentransferrate der Internetverbindung an der Quelle des Signals
  • das Übertragungsmedium (Kupfer, Lichtwellenleiter, drahtlose Verbindung oder Satellit)
  • die physische Distanz zwischen Quelle und Empfänger
  • die Anzahl der Nodes zwischen Quelle und Empfänger
  • die Auslastung des Netzwerks (LAN), mit dem der Anwender verbunden ist
  • die Zahl anderer Anfragen, die von den zwischengeschalteten Nodes und dem entfernten Server bearbeitet werden
  • die Geschwindigkeit, mit der die einzelnen Nodes und der entfernte Server arbeiten
  • die möglicherweise vorhandenen Interferenzen innerhalb des Netzes

In einem Netzwerk, speziell in einem WAN (Wide Area Network) oder dem Internet, ist die Paketumlaufzeit einer von mehreren Faktoren, die die Latenz beeinflussen, also die Zeitspanne zwischen der Anforderung von Daten und der vollständigen Übermittlung oder Darstellung der betreffenden Informationen. Die Paketumlaufzeit kann von im Idealfall wenigen Millisekunden (tausendstel Sekunden) bis hin zu mehreren Sekunden variieren. Im ersten Fall sind sich Quelle und Sender sehr nah, während der zweite Fall meisten dann eintritt, wenn mehrere negative Effekte zusammenkommen oder Quelle und Sender extrem weit voneinander entfernt sind.

Das theoretische Minimum der Paketumlaufzeit, das nicht unterschritten werden kann, ist durch die Zeitspanne festgelegt, die das Signal benötigt, um sich durch oder in dem Übertragungsmedium zu verbreiten. In einem Satelliten-Kommunikationssystem kann diese Mindestzeitspanne durchaus beträchtlich sein, da das HF-Signal (Hochfrequenz-Radiowellen-Signal) mehrere zehntausend Kilometer zwischen der Erdoberfläche und dem Satellitentransponder überwinden muss.

Bei einem Radarsystem bezeichnet die Paketumlaufzeit die Zeitspanne zwischen der Übertragung des HF-Signals in Richtung des Ziels und der Ankunft des von diesem Ziel zurückgeworfenen Echos.

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Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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