Definition

Open Database Connectivity (ODBC)

Mitarbeiter: John Balestrieri

Open Database Connectivity (ODBC) ist eine offene, standardisierte Schnittstelle (Application Programming Interface, API) für den Zugriff auf eine Datenbank. ODBC-Anweisungen in einem Programm ermöglichen den Zugang zu Datenbanken wie Access, dBase, DB2, Excel und Text. Neben der ODBC-Software ist ein separates Modul oder eigener Treiber für jede Datenbank erforderlich. ODBC wurde ursprünglich von Microsoft auf Basis des Call Level Interface von X/Open und ISO/IEC entwickelt, ist aber inzwischen auch von anderen Softwareherstellern übernommen worden. In vielen Bereichen ist ODBC mittlerweile als Standard etabliert.

ODBC basiert auf der Datenbanksprache Structured Query Language (SQL). Programme können damit über SQL-Anfragen auf Datenbanken zugreifen, ohne die proprietären Schnittstellen zu den Datenbanken kennen zu müssen. ODBC wandelt die SQL-Anforderung in eine Anforderung um, die jedes einzelne Datenbanksystem versteht.

ODBC wurde von der SQL Access Group entwickelt und erstmals im September 1992 veröffentlicht. Microsoft Windows war das erste Produkt, das ODBC unterstützte, später gab es aber auch Versionen für UNIX, OS/2 und Macintosh-Plattformen.

In der neueren verteilten Objektarchitektur Common Object Request Broker Architecture (CORBA) bildet der Persistent Object Service (POS) die Obermenge für das Call-Level Interface und ODBC. Java-Entwickler, die für ihre Programme die API Java Database Connectivity (JDBC) verwenden, können eine Software nutzen, die eine Brücke zwischen JDBC und ODBC schlägt und den Zugriff auf ODBC-Datenbanken ermöglicht.

Diese Definition wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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