Definition

Microsoft Exchange Online

Mitarbeiter: Tom Walat und Matt Gervais

Microsoft Exchange Online ist die gehostete Version der Messaging- und Collaboration-Plattform Microsoft Exchange Server, die Unternehmen als eigenständigen Dienst oder über ein Office-365-Abonnement erhalten.

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Exchange Online bietet Unternehmen zum Großteil die gleichen Funktionen, die auch bei lokalen Exchange-Bereitstellungen zur Verfügung stehen.

Benutzer stellen eine Verbindung zu Exchange Online über Microsoft Outlook, Outlook im Web/Outlook on the web oder mit Mobilgeräten her, die die Outlook-Mobilanwendung verwenden, um auf E-Mail- und Collaboration-Funktionen zuzugreifen, einschließlich freigegebener Kalender, globaler Adresslisten und Besprechungen.

Verwaltungsoptionen von Exchange Online

Administratoren können verschiedene Tools zur Verwaltung von Exchange Online verwenden.

Das Exchange Admin Center ist eine zentrale Verwaltungskonsole, die zur Anpassung der Exchange-Online-Funktionen verwendet wird, einschließlich Berechtigungen, Compliance-Management, Schutz vor Malware und Spam sowie Zugriffsverwaltung für Mobilgeräte.

Exchange Admin Center
Abbildung 1: Administratoren nutzen das Exchange Admin Center, um Funktionen in Exchange Online anzupassen.

Administratoren können auch die PowerShell verwenden, um über die Befehlszeile mit Cmdlets Berechtigungen einzurichten und Funktionen zu verwalten. Während das Exchange Admin Center über einen Webbrowser betrieben wird, muss der Administrator mit der PowerShell mehrere Schritte ausführen, um eine Remote-PowerShell-Sitzung zu Exchange Online herzustellen.

Exchange-Online-Angebote

Mit dem Basisangebot von Exchange Online Plan 1 stehen Benutzern 50 GB Postfachspeicher zu einem Preis von 3,40 Euro pro Benutzer und Monat zur Verfügung. Microsoft bietet Exchange Online Protection als Teil dieses Dienstes an, um E-Mails auf Malware und Spam zu prüfen.

Für 6,70 Euro pro Monat stellt der Exchange Online Plan 2 unbegrenzten Speicherplatz und Unified-Messaging-Funktionen, einschließlich Anrufbeantwortung und automatische Vermittlung, zur Verfügung. Administratoren erhalten zusätzliche Funktionen wie Data-Loss-Prevention-Richtlinien für regulierte Branchen und Organisationen, die zusätzlichen Schutz für vertrauliche Informationen benötigen.

Unternehmen, die das Office 365 Business-Premium-Abonnement nutzen, zahlen 10,50 Euro pro Benutzer und Monat für Exchange Online und den Zugriff auf zusätzliche Funktionen, einschließlich web- und desktopbasierten Office-365-Anwendungen, Microsoft SharePoint, ein TB Speicherplatz über OneDrive for Business und Videokonferenzen mit Microsoft Teams, das Skype for Business ersetzt.

Microsoft bietet Exchange Online auch in seinen anderen Office-365-Angeboten an, darunter Office 365 Business Essentials, Office 365 Business, Office 365 Enterprise E1, Office 365 Enterprise E3, Office 365 Enterprise E5, Office 365 Enterprise F1, Office 365 Education und Office 365 Education E5.

Einsatzmöglichkeiten von Exchange Online

Unternehmen können Exchange Online in einer hybriden Umgebung nutzen, bei der einige Postfächer im Rechenzentrum verbleiben, während andere in der Cloud von Microsoft gehostet werden. Eine hybride Bereitstellung ermöglicht es einer Organisation, eine gewisse Kontrolle zu behalten und einige ihrer lokalen Funktionen, wie zum Beispiel den sicheren E-Mail-Transport, mit einem Cloud-basierten Postfach zu nutzen.

Unternehmen können auch reine Cloud-Implementierungen verwenden, bei denen alle Postfächer in einem Microsoft-Rechenzentrum untergebracht sind.

Vor- und Nachteile von Exchange Online

Microsoft positioniert Exchange Online als eine Möglichkeit, die Arbeitsbelastung des IT-Personals zu reduzieren. Es erfordert Zeit und Mühe, eine lokale Version von Exchange zu pflegen, um sicherzustellen, dass E-Mail, Kalender und andere Messaging-Funktionen wie erwartet funktionieren.

Administratoren müssen sich mit regelmäßigen Patches auseinandersetzen, um die Stabilität und Sicherheit der Exchange-Bereitstellung zu gewährleisten. Die IT-Mitarbeiter müssen auch eine Aktualisierung planen, wenn der Support für ihre aktuelle Exchange-Server-Version ausläuft, was den Kauf neuer Geräte und die Entwicklung einer Methode zur Durchführung einer Aktualisierung ohne Unterbrechung für die Endanwender erfordern kann. Bei Exchange Online führt Microsoft den Dienst in seinen Rechenzentren aus und führt Aktualisierungen ohne Ausfallzeiten oder Beteiligung der IT-Abteilung eines Unternehmens aus.

Ein Wechsel zu Exchange Online kann einige der Hardwareprobleme und Probleme mit Infrastrukturkomponenten lindern, die eine lokale Exchange-Bereitstellung beeinträchtigen können. Microsoft wirbt für die Stabilität seines Dienstes und bietet eine 99,9-prozentige Verfügbarkeitsgarantie und ein entsprechendes Service-Level-Agreement an.

Die Kosten sind ein Faktor, der bei der Entscheidung, ob man bei Exchange Server bleibt oder zu Exchange Online wechselt, zu berücksichtigen ist. Abhängig von der Anzahl der Benutzer und der Häufigkeit der Hardware-Upgrades ist es für kleinere Organisationen, die alle drei Jahre neue Serverausrüstung kaufen, möglicherweise günstiger, Exchange Online zu abonnieren.

Ein weiteres Argument für Exchange Online ist Skalierbarkeit. Ein Cloud-Dienst kann eine Unternehmensfusion mit einer beträchtlichen Anzahl von Benutzern schneller aufnehmen, als wenn man eine lokale Exchange-Bereitstellung hat. Der andere Vorteil der Speicherung von Daten in den Rechenzentren von Microsoft besteht darin, dass die Infrastruktur für Disaster Recovery nicht entwickelt und gewartet werden muss.

Ein Nachteil von Exchange Online besteht darin, dass es zu Unterbrechungen kommen kann. Da Microsoft den Support übernimmt, kann es schwierig sein, zu bestimmen, wann der Dienst wieder zur Verfügung steht. Ein weiteres Argument gegen Exchange Online ist, dass Microsoft die Cloud-Service aktualisiert, so dass Unternehmen keine Kontrolle darüber haben.

Diese Definition wurde zuletzt im März 2020 aktualisiert

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