IT-Prioritäten 2020: Mehr Endbenutzerprojekte durch COVID-19

Wir haben die IT-Prioritätenumfrage 2020 wiederholt, um die Reaktion von IT-Abteilungen auf COVID-19 zu erfassen. Endbenutzer-Computing und mobilen Apps steigerten ihre Bedeutung.

Endbenutzer-Computing ist der große Krisengewinner der COVID-19-Pandemie. Im Frühjahr setzten sich noch viele Unternehmen damit auseinander, wie sie ihre On-Premises-Arbeitsplätze optimieren konnten: Windows-10-Migration und die Verwaltung von Nutzerprofilen spielten eine große Rolle.

Diese Themen sind in unserer neuen Erhebung 2020 weitgehend ins Hintertreffen geraten – nicht nur, weil nach dem Supportende von Windows 7 im Januar 2020 die Migrationen nun hoffentlich abgeschlossen sein sollten. Stattdessen hat die Bereitstellung von Fernarbeit den ersten Platz belegt (Abbildung 1). Beinahe die Hälfte der Unternehmen arbeitet daran. Insgesamt haben 94 Prozent der Unternehmen angegeben, im Endbenutzerbereich Projekte für 2021 geplant zu haben.

Umfrage IT-Prioritäten 2020/2021 Endbenutzer-Computing
Abbildung 1: Home-Office und zugehörige Technologien haben das Endbenutzer-Computing-Feld von hinten aufgerollt.

Im Zusammenhang mit der Home-Office-Bereitstellung ist auch der starke Anstieg der geplanten Anschaffungen von Endgeräten zu betrachten – fast ein Viertel baut die Hardware aus, an der Endbenutzer arbeiten oder modernisiert sie. Dass viele Unternehmen ihre Budgets hin zu Anfang 2020 noch ungeplanten PC-Käufen verlagern mussten wurde bereits im Frühsommer ersichtlich, als Hardware rund um da Heimbüro teilweise ausverkauft war und die Preise stark anstiegen.

Etwas überraschend ist jedoch angesichts der kräftig gerührten Werbetrommeln, das VDI (virtuelle Desktop-Infrastruktur), Thin Clients und DaaS (Desktop as a Service) gegenüber der Umfrage Anfang 2020 nur leichte oder gar keinen Anstieg bei den geplanten Projekten verzeichnen können. Die zugehörigen Systeme dürften für viele Unternehmen schlicht zu teuer oder aufwendig sein, als dass es sich lohnen würde die notwendige Hardware anzuschaffen oder sie, im Falle von Desktop as a Service, dauerhaft als Teil der IT-Strategie zu belassen. Insgesamt planen 22 Prozent der Unternehmen, langfristig mindesten der Hälfte der Mitarbeiter Fernarbeit ermöglichen zu wollen.

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