Definition

In-Memory-Analytics

In-Memory-Analytics ist ein Konzept, bei dem die Abfragen von Daten im Arbeitsspeicher (RAM) erfolgt. Damit grenzt es sich von Datenzugriffen auf physischen Datenträgern ab. Die dadurch verkürzten Reaktionszeiten ermöglichen es Anwendern von Business Intelligence (BI) und analytischen Anwendungen schnellere unternehmerische Entscheidungen zu treffen.

Durch die sinkenden Kosten für Arbeitsspeicher wird In-Memory-Analytics für immer mehr Unternehmen interessant. BI- und Analyseanwendungen unterstützen schon lange die Zwischenspeicherung von Daten im Arbeitsspeicher. 32-Bit-Betriebssysteme unterstützen lediglich vier Gigabyte (GB) adressierbaren Speicher. Windows Server 2012 als 64-Bit-Bteriebssystem kann bis zu vier TByte (TB) adressierbaren Speicher nutzen. Linux mit Kernel 3.0 kann auf einer x86-64-Plattform theoretisch bis zu 128 TByte verwalten. Auf einem Itanium- oder PowerPC-System sind es sogar zwei EByte (Exabyte). Somit kann beispielsweise auch preiswerte x86-64-Hardware große Datenmengen – möglicherweise ein ganzes Data Warehouse oder Data Mart – im Arbeitsspeicher des Computers zwischenspeichern.

Neben der Beschleunigung des Datenzugriffs kann In-Memory-Analytics die Notwendigkeit zur Datenindizierung sowie die Speicherung pre-aggregierter Daten in OLAP-Würfeln (OLAP-Cubes) oder aggregierten Tabellen verringern oder beseitigen. Dies reduziert die IT-Kosten und ermöglicht eine schnellere Umsetzung von BI- und Analyseanwendungen.

Diese Definition wurde zuletzt im August 2013 aktualisiert

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