Definition

Electronic Code Book (ECB)

Mitarbeiter: Borys Pawliw

Electronic Code Book (ECB) ist ein Verschlüsselungsverfahren, das für Blockverschlüsselungen verwendet wird. Das Besondere daran ist, dass jeder Klartextblock immer einem bestimmten Geheimtextblock entspricht. Umgekehrt gilt das auch. Beim ECB-Verfahren wird ein Text in mehrere Klartextblöcke aufgeteilt, die dann unabhängig voneinander verschlüsselt werden. Electronic Code Book kann deswegen auch unterschiedliche Schlüssel für jeden einzelnen Block unterstützen.

Es ist jedoch kein gutes Verfahren, wenn man kleine Blöcke oder immer denselben Schlüssel verwendet. Das Problem ist, dass in der Regel manche Bestandteile der zu verschlüsselnden Information wiederholt auftauchen und dann dazu genutzt werden können, um per statistischer Analyse Muster in dem verschlüsselten Text zu identifizieren. Das lässt sich bis zu einem gewissen Grad durch zu jedem Block zufällig hinzugefügte Daten verhindern. Man ging früher davon aus, dass Blöcke mit einer Länge von mehr als 64 Bit weitgehend sicher seien gegen statistische Angriffe. ECB gilt heute aber als unsicher.

Electronic Code Book hat aber durchaus Vorteile: So ist die Fehlerbereinigung leichter, da jeder Fehler nur einen bestimmten Block betreffen kann. Weil es keine Blockverkettung gibt, macht es bei der Entschlüsselung außerdem keinen Unterschied, in welcher Reihenfolge die Blöcke angeordnet werden. Sie sind ja unabhängig voneinander verschlüsselt worden.

Folgen Sie SearchSecurity.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

 

Diese Definition wurde zuletzt im August 2016 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Datensicherheit

- GOOGLE-ANZEIGEN

File Extensions and File Formats

ComputerWeekly.de

Close