Definition

Clean Desk Policy (CDP)

Eine Clean Desk Policy (CDP) ist eine Unternehmensrichtlinie, die genau festlegt, wie Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz zurücklassen sollen, wenn sie das Büro verlassen. Die meisten CDPs verlangen etwa von den Angestellten, dass alle Papiere von den Schreibtischen am Ende des Tages entfernt werden.

In der Vergangenheit wurden Clean Desk Policys meist nur nach dem Ermessen der Firmenleitung eingeführt. So mussten sich zum Beispiel Angestellte in Unternehmen wie UPS seit Jahren an eine CDP halten. Der Firmengründer James Casey hatte sie eingeführt, damit sich die Mitarbeiter jederzeit um Ordnung bemühen, die Büros frei von Durcheinander bleiben und Außenstehende einen Eindruck von Professionalismus und Kompetenz erhalten. Heutzutage führen moderne Compliance-Anforderungen wie ISO 27001 und nicht zuletzt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu einer weiteren Verbreitung von CDPs. So kann eine entsprechende Richtlinie eine Maßnahme sein, die Unternehmen dabei unterstützt, die Datenschutzvorgaben hinsichtlich sensibler und personenbezogener Daten zu erfüllen und somit im Datenschutzkonzept festgehalten werden.

Damit sie wirklich effektiv ist, sollte eine CDP klare schriftliche Anweisungen enthalten, welche Handlungen von den Mitarbeitern erwartet werden. Wie bei einer Acceptable Use Policy (AUP), die etwa Regelungen für den Zugriff auf das Firmennetz enthält, sollte eine CDP ein zu unterschreibender Vertrag sein. Dieser sollte nicht nur Anforderungen an den Mitarbeiter, sondern auch an den Arbeitgeber umfassen und außerdem genau festlegen, wie die Regelungen überwacht werden und welche Konsequenzen drohen, wenn sie nicht eingehalten werden.

Diese Definition wurde zuletzt im November 2021 aktualisiert

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