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Vier Fragen für die Netzwerkvorbereitung auf IoT

IoT bringt Chancen, birgt aber auch Risiken und stellt vor Herausforderungen. Unser Experte sagt Ihnen, was Sie bei der Vorbereitung des Netzwerks auf IoT beachten müssen.

Mit Informationen, die aus kontextbezogenen IoT-Daten stammen, können Unternehmen die betriebliche Effizienz verbessern, was sich wiederum positiv auf den Kundenservice auswirkt. Das Netzwerk ist eine wichtige Komponente einer IoT-Architektur. Es muss angemessen Bandbreite, Latenz, Sicherheit und Zuverlässigkeit für die Edge-IoT-Geräte bieten.

Die IT-Abteilungen von vielen, wenn nicht allen vertikalen Branchen müssen die Herausforderung meistern, verschiedene IoT-Geräte mit ihren Netzwerken zu verbinden. Zu diesen Geräten gehören Videokameras, Sensoren, intelligente Zähler, Inventar-Tracker, Roboter, industrielle Kontrollsysteme und Anwendungen aus dem Gesundheitswesen. Zu den vertikalen Applikationen zählen Versorgung wie Zähler und Fertigung, Kontrolle, Landwirtschaft, Produktion von Öl und Gas, Gesundheitswesen, Bildung, Verkehr, intelligente Gebäude und Logistik.

Jede IoT-Anwendung stellt eigene Anforderungen an Bandbreite, Latenz sowie lokale und zentrale IT-Informationen. Jede Anwendung muss auch einer separaten Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden, um den Einsatz zu rechtfertigen.

Die IT-Abteilungen sind bereits damit beschäftigt, eine Vielzahl von Nicht-PC-Geräten wie Smartphones und Kameras mit dem Firmennetzwerk zu verbinden. Mit zunehmender Verbreitung müssen Unternehmen ihr Netzwerk für das IoT vorbereiten, um eine große Anzahl von IoT-Geräten anzuschließen.

Abbildung 1: Das IoT verbindet viele verschiedene Geräte und überträgt die Daten via Netzwerk.
Abbildung 1: Das IoT verbindet viele verschiedene Geräte und überträgt die Daten via Netzwerk.

Das Netzwerk auf IoT vorbereiten

Der Schlüssel zur Vorbereitung liegt darin, die richtigen Fragen zu stellen, um die Netzwerk- und IT-Anforderungen zu verstehen, die für IoT-Anwendungen einzigartig sind.

  1. Was sind die Verbindungsoptionen für IoT-Geräte? Dies hängt von ihrem Standort ab – etwa im Feld, in der Produktion, auf einer Ölplattform oder im Büro –und davon, ob sie mobil oder stationär sind. Der zweite Teil dieser Frage ist, festzustellen, wie viel Bandbreite benötigt wird – sowohl Upstream als auch Downstream – und ein angemessenes Budget für potenzielle monatliche Bandbreitenkosten zu planen. Zu den IoT-Konnektivitätsoptionen gehören unter anderem Bluetooth, Wi-Fi, 4G LTE, Ethernet, Sigfox, LoRa und LTE-M.
  2. Was ist eine akzeptable Latenz? Wie lange dauert die Antwort bei einem Round-Trip von den IoT-Endgeräten zur Zentrale und zurück? IoT-Systeme haben vielleicht eine Latenz von einer Sekunde. Das ist bei einigen Anwendungen in Ordnung, bei anderen kann es aber ein Risiko für die öffentliche Sicherheit darstellen. Der Einsatz von Mobile Edge Computing Nodes kann die Latenz für unternehmenskritische Anwendungen sichtlich reduzieren.
  3. Wie können Unternehmen die angemessenen Sicherheitsrisiken bestimmen? Die Verteilungscharakteristik von IoT-Geräten und ihre Konnektivität zur Cloud kann die Angriffsfläche eines Unternehmens erhöhen. IoT-Geräte sollten über integrierte Sicherheitsfunktionen verfügen. Bei der Vorbereitung eines Netzwerks für IoT ist die Netzwerksicherheit entscheidend, um unerwünschten Datenverlust, Traffic-Unterbrechung oder gar den Verlust der Kontrolle über die Geräte oder Systeme zu verhindern.
  4. Wie können Unternehmen die Anforderungen an die Zuverlässigkeit von IoT-Anwendungen verstehen? Sind Hochverfügbarkeit und Fehlertoleranz wichtig, dann können die IT-Abteilungen Backup-Optionen wie SD-WAN Lokale Computing-Ressourcen wie Mobile Edge Computing kann die Zuverlässigkeit erhöhen.

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