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Best Practices für das Webserver-Management

Beim Kauf von Webserver-Management-Software sollten sich die Administratoren auf Funktionen wie Aufgabenautomatisierung und Konfiguration von Sicherheitszertifikaten konzentrieren.

Verwaltungssoftware für Webserver muss verschiedene Möglichkeiten unterstützen: eine komplett virtualisierte oder Cloud-Plattform, mehrere Websites auf dieser Plattform, und natürlich muss die Lösung auch die spezifischen Anforderungen des Unternehmens erfüllen. Diese Anforderungen unter einen Hut zu bringen, ist gar nicht immer so einfach.

Die wesentlichen Komponenten einer Webserver-Management-Software sind Dateiverwaltung, Aggregation von Protokollen, Berichtswesen und vollständige Auditing-Unterstützung.

Außerdem sollte die Software eine zentrale und einfach zu verwendende Oberfläche bieten, die einen Überblick über alle wesentlichen Geschehnisse der Umgebung bietet. Wünschenswert sind dabei auch farblich codierte Optionen für die Anzeige relevanter Vorkommnisse und Tools zur Ermittlung der dahinterstehenden Ursachen.

Einstieg

Um eine optimale Leistung zu gewährleisten, sollte die Software einen Schritt-für-Schritt-Setup-Assistenten bereitstellen, der wichtige Informationen aufnimmt und mit dem systemweiten Kontext kombiniert.

Die Automatisierung kann daraufhin alle Plug-ins installieren, die für die Verwaltung der kompletten Webserver-Plattform erforderlich und wünschenswert sind. Dabei werden auch IP-Adressen zugewiesen und Einträge für das Domain Name System (DNS) vorgenommen.

Wo immer es möglich ist, sollte die Software Problembehebungen automatisieren, für sie unlösbare Probleme an andere domänenspezifische Software weiterreichen oder aber Meldungen auslösen, auf deren Basis Sie selber problemlösend tätig werden können. Dies erfordert auch eine vollständige Integration der vorhandenen Helpdesk-Lösungen, Unterstützungssysteme und die Bearbeitung von Tickets.

Welche Funktionen braucht eine Webserver-Management-Software?

Wenn Sie Tools für das Webserver-Management evaluieren, sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf die nachfolgenden Funktionen legen:

Automatisierung grundlegender Aufgaben. Webserver-Management-Tools sollten auf einfache Weise das Hinzufügen, Ändern und Löschen von Benutzerkonten und zugehöriger Ressourcen wie E-Mail, FTP-Zugänge, Storage- und Durchsatzquoten ermöglichen. Ebenfalls prüfen sollten Sie, wie einfach es Ihnen gemacht wird, neue Webseiten und Subdomains auf der Webplattform aufzusetzen.

Security-Management-Tools. Die Software muss mit der Verwaltung von Sicherheitszertifikaten zurechtkommen, insbesondere auch mit Secure-Shell-Zertifikaten.

Vollständige Unterstützung für Container. Die Unterstützung von Containern ist nicht mehr wegzudenken. Docker-Support dürfte in der Regel kein Problem sein, Sie sollten sich jedoch auch die Unterstützung für andere Containersysteme wie rkt oder LXC/LCX anschauen. Außerdem muss mehr als nur das reine Ausbringen von Containern auf die Webserver-Plattform möglich sein: Das Webserver-Management-Tool sollte die Aktivitäten auf Microservices-Ebene verfolgen.

Zugegebenermaßen ist es unwahrscheinlich, dass Sie in den gängigen einfacheren Webserver-Management-Tools eine vollständige Verwaltung wie Root Cause Analysis und Container-Updates vorfinden werden. Behalten Sie diese Notwendigkeit jedoch im Hinterkopf und achten Sie auf Möglichkeiten, darauf speziell ausgerichtete Software ansteuern zu können.

Erweiterbarkeit für neue Fähigkeiten. Stellen Sie sicher, dass die Software Ihrer abschließenden Wahl das Nachrüsten von Funktionalität und Updates ermöglicht. An Erweiterungen sollten mindestens WordPress, Drupal, webbasierte Anwendungen und Entwicklungsumgebungen unterstützt werden.

Datenbankverwaltung. Die meisten Webseiten verwenden mindestens eine für sie selber eingerichtete Datenbank. Webmanagement-Software muss die Verwaltung und Überwachung von MySQL, PostgreSQL und anderen Datenbankformaten daher selbstverständlich beherrschen.

Es gibt eine erhebliche Anzahl an Open-Source-Software und kommerziellen Produkten einschließlich cPanel, Web Host Manager und Plesk. Plesk bietet volle Unterstützung sowohl für Linux als auch Windows als Basissystem, cPanel beschränkt sich hierzu auf Linux. Für Linux gibt es außerdem DirectAdmin, CentOS Web Panel, ISPConfig und Sentora.

Wer nach einem System für die Verwaltung seiner Windows-basierten Webserver Ausschau hält, wird schnell bemerken, dass die Auswahl nicht überaus groß ist. ZPanel, H-Sphere und vDeck bieten zwar Unterstützung für Windows, sind in Bezug auf Support aber nicht mehr auf dem Laufenden und weisen bekannte Sicherheitslücken auf. Zumindest teilweise Unterstützung für Windows bietet letztlich auch Webmin.

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