Definition

eMLC-Flash (Enterprise MLC)

Enterprise MLC (eMLC) ist eine Art von MLC-Flash (Multi-Level Cell), die allerdings verbessert wurde. Eine eMLC kann mehr Schreibzyklen verarbeiten als eine Consumer-MLC.

Individuelle MLC-Zellen lassen sich lediglich 3.000 bis 10.000 Mal beschreiben. Enterprise MLC-Zellen bieten hingegen Schreibzyklen in den Größenordnungen von 20.000 bis 30.000. In Unternehmen lässt sich eMLC als Kompromiss zwischen günstigem MLC-Flash und sehr teurem SLC-Flash (Single-Level Cell) einsetzen.

In der Regel arbeitet eMLC mit zwei Bits, während Consumer-MLC-Flash mit drei oder vier Bits operieren. Allgemein lässt sich sagen, je mehr Bits eine Flash-Zelle verwendet, desto weniger Schreibzyklen kann sie abarbeiten. Weil eMLC-Flash-Medien mehr P/E-Zyklen (Program/Erase) als Consumer-MLC bieten, hat sie eine höhere Lebensdauer und kann deswegen Workloads bedienen, die Enterprise-Applikationen generieren.

Ein primärer Fokus der eMLC-Anbieter ist es, die Schreib-Zugriffe weiter zu erhöhen und im Endeffekt MLC-Flash so zuverlässig und ausdauernd wie SLC-Flash zu gestalten. Es gibt diverse Techniken, mit denen die Hersteller die Schreib-Zugriffe verbessern. Dazu gehören:

· I/O (Input/Output) verteilt man gleichmäßig auf das komplette Flash-Drive. Man nennt diesen Ansatz auch Wear Leveling (Verschleiß-Ausgleich).

· Mithilfe besserer Algorithmen UBER (Unrecoverable Bit Error Rate) optimieren.

· Durch Over-Provisioning der Flash-Medien die Lebensdauer verlängern, bevor das Laufwerk unzuverlässig wird.

· Man verringert den Schreibfaktor (Write Amplification).

Diese Definition wurde zuletzt im August 2014 aktualisiert

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