Definition

Microsoft Management Console (MMC)

Die Microsoft Management Console oder abgekürzt MMC ist eine Windows-Anwendung, die nicht nur eine graphische Oberfläche, sondern auch ein Framework für administrative Tools bietet, die damit erstellt, verwaltet und geöffnet werden können. Die MMC wurde erstmals als ein Teil des Windows 98 Resource Kits veröffentlicht. Seit damals ist die Konsole in allen Windows-Versionen enthalten.

Die MMC nutzt ein MDI-Interface (Multiple Document Interface), das an den Dateiexplorer von Windows erinnert. Sie wird auch als ein Tool-Host bezeichnet, der als eine Art Container für die eigentlichen Aufgaben fungiert. Sie selbst bietet aber keine Managementfunktionen, sondern ist ein Framework, in dem die zahlreichen unter Windows vorhandenen Verwaltungs-Tools genutzt werden können.

Konsolen werden verwendet, um Windows-basierte Hardware, Software und Netzwerkkomponenten zu verwalten. In der Regel umfassen sie Kontrollen, Assistenten, Aufgaben, Dokumentationen und sogenannte Snap-ins, die entweder direkt von Microsoft, von anderen Software-Herstellern oder von den Anwendern selbst stammen können.

Um eine neue Konsole zu erstellen, startet der Administrator die ausführbare Datei der MMC. Damit erhält er zunächst eine leere Konsole. Anschließend kann er aus einer Liste mit den auf dem System installierten Tools auswählen. Beispiele dafür sind etwa der Certificate Server Manager, der Gerätemanager sowie der DNS-Manager. Da Konsolen selbst Dateien sind, kann ein Administrator eine neue Konsole erstellen und sie dann etwa als Anhang an einer E-Mail an zum Beispiel einen Entwickler schicken, der damit anschließend eine bestimmte Aufgabe erfüllen kann.

Diese Definition wurde zuletzt im Juli 2020 aktualisiert

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