Definition

Biometrische Verifikation

Biometrische Verifikation umfasst alle Möglichkeiten, mit denen eine Person durch die Prüfung einer oder mehrerer biologischer Unterscheidungsmerkmale eindeutig identifiziert werden kann. Eindeutige Identifizierungsmerkmale schließen Fingerabdrücke, Geometrie der Hände, Geometrie der Ohrläppchen, Retina- und Iris-Muster sowie Stimmfrequenzen, DNA und Unterschriften ein.

Die älteste Form der biometrischen Verifikation ist der Fingerabdruck. Historiker haben auf Ton-Siegeln aus dem alten China Beispiele dafür gefunden, wie Fingerabdrücke zur Identifizierung genutzt wurden. Die biometrische Verifikation hat sich seit dem Aufkommen elektronischer Datenbanken und der Digitalisierung analoger Daten stark weiterentwickelt und ermöglicht heute eine nahezu sofortige persönliche Identifizierung.

Authentifizierungsmethoden, die auf der Erkennung von Iris- und Retina-Mustern basieren, werden heute bereits bei Geldautomaten einiger Banken eingesetzt. Die Erkennung von Stimmfrequenzen, eine Methode zur Verifikation, die seit vielen Jahren mit Tonbandaufnahmen in Telefonabhörmaßnahmen verwendet wurde, wird heute für den Zugang zu proprietären Datenbanken in Forschungseinrichtungen eingesetzt. Technologien zur Gesichtserkennung werden von Strafverfolgungsbehörden mit großer Zuverlässigkeit eingesetzt, um einzelne Personen innerhalb großer Menschenmengen ausfindig zu machen.

Die Prüfung der Handgeometrie wird in der Industrie verwendet, um den Zugang zu Gebäuden zu gewähren. Die Erkennung der Ohrläppchen-Geometrie wurde benutzt, um Personen zu identifizieren, die sich für eine andere Person ausgeben (Identitätsdiebstahl). Der Vergleich von Unterschriften ist für sich betrachtet nicht so zuverlässig wie andere biometrische Verifikationsmethoden, bietet aber eine zusätzliche Möglichkeit der Verifikation, wenn er in Verbindung mit einer oder mehrerer anderer Methoden eingesetzt wird.

Unabhängig davon, welche biometrische Methode zum Einsatz kommt, bleibt der Prozess zur Feststellung der Identität stets der gleiche. Die eindeutige Eigenschaft einer Person wird in einem Datensatz festgehalten und in einer Datenbank abgelegt. Braucht es später den Nachweis der Identität, wird ein neuer Datensatz erstellt und mit dem bereits existierenden Satz in der Datenbank verglichen. Sofern die Daten des neuen Datensatzes dem Eintrag in der Datenbank entsprechen, ist die Identität der Person bestätigt.

Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2015 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Identity and Access Management (IAM)

- GOOGLE-ANZEIGEN

File Extensions and File Formats

Powered by:

ComputerWeekly.de

Close